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Projekt

Neue Instrumente regionaler Governance im Donauraum (ReKorD)/ Innovative Governance in the Danube Region” (InGov)

Ausgehend von einer Bestandsaufnahme der Governance-Struktur in den Staaten des Donauraumes sollen im Rahmen des Projekts Instrumente entwickelt werden Potentiale der Region besser auszunützen.

Die traditionelle, technokratisch-hierarchische Politik kann die komplexen Herausforderungen, mit denen sich unsere heutigen Gesellschaften konfrontiert sehen, immer weniger bewältigen. Ausgehend von einer Bestandsaufnahme der Governance-Strukturen in Mittelost- und Südosteuropa sollen im Rahmen des Projekts Instrumente geschaffen werden, um die Potentiale der Region besser auszunutzen. Die in zahlreichen neueren Programmen der Europäischen Union (z.B. EUSDR, EUSAIR, Europe 2020) verankerten Zielsetzungen erfordern dabei neue Problemlösungsansätze, die nur mit Einbezug der Zivilgesellschaft realisiert werden können. Zu diesem Zwecke sollen gestützt auf die Resultate der eigenständigen Grundlagenforschung zum einen Informationssysteme und Netzwerke geschaffen werden, welche die relevanten Akteure und die Zivilgesellschaft in der Region besser vernetzen und dadurch zu besseren, regionalen Bedürfnissen angepassten Problemlösungen beitragen. Insbesondere für das Politikfeld „Migrations- und Integrationspolitik“ sollen im Rahmen des Projekts praktisch anwendbare Tools zur Verbesserung der transnationalen Kommunikation und Kooperation sowie zur stärkeren Vernetzung einerseits der Entscheidungsträger und andererseits zivilgesellschaftlicher Gruppen entwickelt sowie wissenschaftlich begleitet werden.

Gestützt auf eine Problemanalyse in der Region und eine Bestandsaufnahme international bewährter Best Practices sollen in Kooperation mit privaten, öffentlichen und zivilgesellschaftlichen Partnern innovative Instrumente zur Überwindung der identifizierten Probleme entwickelt und damit ein Beitrag zur besseren Ausschöpfung der regionalen Potentiale geleistet werden. Deswegen sollen im Zentrum des Projekts die Erfolgsbedingungen neuer Formen der Governance stehen, welche neben der Ebene der Elite auch den Einbezug der Zivilgesellschaft berücksichtigen. Das neue politische Instrumentarium (Direkte Demokratie, Bürgerdialoge, Deliberative Mini-Publics, Bürgerhaushalte, Bürgerkonsultationen, Mediationen, Informationstechnologien, Web 2.0) hat sein Potential für bürgernähere und effizientere öffentliche Dienstleistungen noch nicht ausgeschöpft.

Das Projekt basiert auf vier Komponenten: 

  1. Grundlagenforschung
  2. Politische Bildung/Diffusion
  3. Deliberative Dialogforen
  4. Vernetzung Entscheidträger und Administrationen

Auf der Basis von eigener Grundlagenforschung sollen Informationssysteme und mehrere Dialogplattformen entwickelt werden, welche als infrastrukturelle Grundlage Kommunikationskanäle öffnen und Know-How verfügbar machen, um den angestrebten Dialog zwischen Eliten, Verwaltung und Zivilgesellschaft zu ermöglichen. Dabei soll das bestehende Onlinetool Vokskabin zu einem zentralen Informationssystem der politischen Bildung ausgebaut werden. Zu diesem Zweck sollen regelmäßig neue Fragestellungen bearbeitet werden und in diesem Zusammenhang sollen auch neue Einsatzmöglichkeiten erschlossen werden.

Mit einem Think Tankers und Planers Dialogue soll daneben ein Elitenetzwerk initiiert werden. Schliesslich soll ein Weiterbildungsinstrumentarium entwickelt werden, in dessen Rahmen Workshops und andere Veranstaltungen unter anderem auch für den Austausch zwischen Zivilgesellschaft und Verwaltung (Civil Society Administration Dialogue) etabliert werden.

Wissenschaftsbereich(e): Politikwissenschaft
Forschungsschwerpunkt: Forschungsschwerpunkt 1: Europäische Integrationsprozesse
Status des Projektes: Abgeschlossen
2020-9 Oktober 2020 2020-11
 
 
 
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