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Forschungsförderung

Die AUB ist bestrebt, die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Planung und Durchführung von Forschungs- und Hochschulentwicklungsprojekten, die von Dritten finanziert werden, zu unterstützen. Der Projektservice des Dezernats 3 bietet Informationen zu Ausschreibungen von Fördergebern, unterstützt Sie bei der Interpretation der Ausschreibungstexte und der Förderbedingungen und hilft Ihnen bei der Budgetplanung und beim Zusammenstellen der benötigten administrativen Dokumente. 

Unten finden sie einen kurzen Überblick über Förderprogramme.  Bitte nehmen Sie möglichst frühzeitig Kontakt mit dem Projektservice auf, wenn sie zu einer Ausschreibung Fragen haben, bzw. einen Drittmittelantrag für Ihr Projekt einreichen möchten.  

Kontakt: projekte(at)andrassyuni.hu

Förderprogramme - Staatliche ungarische Forschungsförderung

Zuständig för die staatliche ungarische Forschungsförderung ist das Nationale Büro für Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsförderung (Nemzeti Kutatási, Fejlesztési és Innovációs Hivatal, NKFIH, www.nkfih.gov.hu)

Im Rahmen der nationalen ungarischen Ausschreibungen für Forschungsprojekte werden Projekte von Einzelpersonen und Forschergruppen gefördert. Anträge sind online und gedruckt in englischer und und z.T. ungarischer Sprache zu erstellen. Der Projektleiter/die Projektleiterin muss über einen Arbeitsvertrag mit der AUB verfügen (bei Personen ohne ungarische Statsangehörigkeit reicht ein Werkvertrag).

Die Förderquote beträgt 100%, wobei sich die Personalkosten an den ungarischen Vorgaben bezüglich der Löhne im Hochschulwesen orientieren. 

  • Forschungsprojekte ("Kutatási témapályázatok", K_): Die Ausschreibung erfolgt einmal jährlich im Frühjahr.
  • Förderung für internationale Forschungsprojekte ("Nemzetközi együttműködésen alapuló kutatási témapályázatok", NN_): Die Ausschreibung erfolgt einmal jährlich im Früjahr.
  • Förderung für PostDocs ("Posztdoktori pályázat"): Förderfahig sind die Lohnkosten für Postdocs, wobei diese Förderung mit der Förderung für Forschungsprojekte kombiniert werden kann. Die Ausschreibung erfolgt einmal jährlich im Frühjahr. 
  • Exzellenzprogramm für Postdocs ("Felhívás posztdoktori kiválósági program pályázathoz", PD_): Finanzierung von Forschungsprojekten junder PostDocs. 

Bilaterale Zusammenarbeit (Kétoldalú tudományos és technológiai együttműködés támogatása - TéT): gefördert wird Mobilität im Rahmen von bilateralen Forschungsprojekten, wobei je nach Relation nur bestimmte Wissenschaftszweige gefördert werden. 

Außerdem ist das Büro zuständig für die Teilnahme von ungarischen Institutionen in gemeinsamen EU-Initiativen und ist der nationale Ansprechpartner (National Contact Point) für eine Reihe von EU-Belangen im Bereich Wissenschaften.
Bei Joint Programmes erfolgt die Antragstellung in zwei Schritten: Zuerst stellt das internationale Konsortium einen gemeinsamen Antrag bei der für das Programm zuständigen Brüsseler Stelle. Ist dieser Antrag erfolgreich, stellt jeder Konsortialpartner einen separaten Förderantrag in seinem Mitgliedstaat. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt nimmt Ungarn an folgenden Joint Programmes teil: AAL (Verbesserung der Lebensqualität älterer Personen mittels ICT); ECSEL (intelligente Elektronik); EUROSTARS (Unterstützung for innovative KMUs).  

Des Weiteren werden die aus EU-Mitteln (Strukturfonds) finanzierten ungarischen Operationellen Programme für Forschungsförderung und Innovation vom Büro betreut. 

Förderprogramme - Lendület

Das "Lendület"-Programm der Ungarischen Akademie der Wissenschaften ermöglicht es seit 2009 jungen ungarischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unter 45 Jahren , für einen Zeitraum von höchstens 5 Jahren eine eigene Forschungsgruppe an der Akademie oder einer ungarischen Universität einzurichten. Das Programm hat es zum Ziel, herausragende ungarischen Talenten im In- und Ausland eine Karrieremöglichkeit in Ungarn zu bieten bzw. sie hier zu halten, den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der Akademie und der ungarischen Universitäten zu fördern. 

Gefördert werden herausragende, auch auf internationalem Niveau wettbewerbsfähige Forschungsprojekte mit innovativem Ansatz. 

Das Programm unterscheidet 3 Kategorien:

Lendület I.: Antragsteller unter 38 Jahren (ohne Elternzeit), die Fördersumme beträgt jährlich 20-50 Millionen HUF/Jahr; der Antragsteller verpflichtet sich, vor dem Abschluss des Projekts einen ERC-Antrag einzureichen. 

Lendület II.: International erfolgreiche Forschende zwischen 35-45 Jahren (ohne Elternezit); die Fördersumme beträgt 20-60 Millionen HUF/Jahr; der Antragsteller/die Antragstellerin verpflichtet sich, vor Abschluss des Projekts einen Consolidator oder Advanced Grant beim ERC oder einen Förderantrag bei einem vergleichbaren internationalen Fördergeber einzureichen. 

„Célzott Lendület”: Forschende unter 45 Jahren in angewandten Wissenschaftszweigen, die die wettbewerbsfähigkeit direkt erhöhen.  

Die Ausschreibung erfolgt einmal jährlich im Winter, der Antrag ist elektronisch und in englischer Sprache einzureichen. 

Förderprogramme - Campus Hungary

Das Campus Hungary Programm finanziert Stipendien für Studierende, Maßnahmen zur Stärkung der internationalen Dimension der ungarischen Hochschullandsaft, sowie im Zusammenhang damit die Organisation von Sommerkursen zu Ungarn-relevanten Themen. Anträge für die Organisation von Sommerkursen sind jeweils im Herbst einzureichen. 

Zuständig für das Programm ist die Tempus Közalapítvány

Förderprogramme - Horizon2020

Gefördert werden Großprojekte von mehreren Partnern aus mehreren Staaten (EU-Staaten sowie weitere, am Programm teilnehmende Staaten) zu Forschungsthemen, die für die EU zukunftsweisend sind.
Pro Ausschreibung werden nur wenige Projekte gefördert; die Fördersumme liegt meist über einer Million Euro, die Förderquote bei 100%.
(Kosten von an die AUB entsandten Personen sind im Allgemeinen förderfähig, bedürfen aber der Kooperation der entsendenden Institution.)

Aktuelle H2020-Ausschreibungen finden Sie hier, in thematischer insicht dürfte in erster Linie der Bereich Societal Challenges interessant sein. 

Zu Ausschreibungen des "Rights, Equality and Citizenship Programme" können Sie sich hier informieren.

 

Förderprogramme - Marie Skoldowska-Curie

Das Marie Sklodowska-Curie-Programm (das von der EU ebenfalls im Rahmen von H2020 finanziert wird) bietet Förderungen für Forscherinnen und Forscher in allen wissenschaftlichen Disziplinen. Außerdem werden innovative Bildungsmaßnahmen wie Joint Doctorates, Kombinationen aus Forschungstätigkeit im akademischen und privatwirtschaftlichen Umfeld, sowie die Mobilität (auch außerhalb Europas!) von Forschenden unterstützt.

Die Ausschreibungen erfolgen jährlich. 

Gefördert werden folgende Projekttypen: 

Innovative  Ausbildungsnetze (nächster Termin: noch nicht bekannt, voraussichtlich Anfang 2018): Gemeinsame Ausbildungsprogramme bzw. PhD-Programme von Universitäten, Forschungsinstituten, Unternehmen und anderen Akteuren.

Einzelstipendien für ForscherInnen mit PhD-Titel oder min. 4 Jahre Forschungserfahrung (nächster Termin: 14. September 2017): Die Stipendien finanzieren Forschungsaufenthalte von 12-24 Monaten (EU-Ausland) bzw. 2-3 Jahren (außerhalb der EU). Der Antrag wird vom Forscher zusammen mit der Gastinstitution gestellt; das Stipendium wird über die Gastuniversität ausgezahlt.

Personalaustausch im Bereich Forschung und Innovation (RISE, nächster Termin: 5. April 2017): Entsendung von wissenschaftlichem Personal für 1-12 Monate im Rahmen eines max. 4-jährigen gemeinsamen Forschungsprojekts von min. 3 Partnern aus min. 3 EU-, assoziierten oder anderen Staaten (wobei die Teilnahme von Unternehmen erwünscht ist).

Auch die im Rahmen der Langen Nacht der Forscher organisierten Veranstaltungen werden aus Mitteln der MSCA finanziert. 

 

Förderprogramme - European Research Council (ERC)

Der European Research Council wurde 2007 im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogramms gegründet. Heute wird er aus Mitteln des H2020-Programms finanziert und ist Teil des H2020 Kernziels „Wissenschaftsexzellenz”.

Anträge werden von den WissenschaftlerInnen eingereicht (die auch aus Drittstaaten stammen können). Die geförderten Projekte werden an einer Forschungseinrichtung innerhalb der EU bzw. eines Associate Country durchgeführt, die den WissenschaftlerInnen und ihren Teams (im Durchschnitt 6 Personen) die nötige Infrastruktur bietet (dem Antrag des „Principal Investigator” ist eine entsprechende Erklärung der Gastinstitution beizufügen).

Thematisch sind die Ausschreibungen des ERC völlig offen, das einzige Kriterium bei der Beurteilung ist die wissenschaftliche Exzellenz des Projekts. Multi- und interdisziplinäre Methoden sowie der Einbezug neuer Fragestellungen und innovativer Ansätze sind ausdrücklich erwünscht. Die wissenschaftlichen Ergebnisse sind – wie bei allen H2020 Projekten – in Open-Access-Publikationen zu veröffentlichen. Der Wettbewerb ist stark, je nach Ausschreibung sind ca. 15% der Anträge erfolgreich, wobei ungarische Antragsteller, deren Antrag für einen Starting Grant nicht erfolgreich war, unter gewissen Bedingungen beim NKFIH Förderung beantragen können. 

ERC Research Grants

Die Ausschreibung ist in 3 Kategorien gegliedert. Es wird erwartet, dass der Principal Inverstigator einen signifikanten Teil der Arbeitszeit (mindestens 30-50%) auf das Projekt verwendet. 

Starting Grants: für ForschungsleiterInnen, die ihren PhD-Titel 2-7 Jahre vor der Eingabefrist erworben haben. Die maximale Fördersumme beträgt 1 500 000 Euro für einen Zeitraum von 5 Jahren.

Consolidator Grants sind für Forschende vorgesehen, die ihren PhD-Titel 5-12 Jahre vor der Eingabefrist erworben haben. Die maximale Fördersumme liegt bei 2 000 000 Euro für eine Projektperiode von 5 Jahren.

Advanced Grants werden in einem Umfang von 2 500 000 Euro für Fünf-Jahres-Projekte von herausragend qualifizierten Forschenden gewährt. Nächster Termin: 31. August 2017.

Principal Investigators von laufenden ERC-Projekten können sich außerdem um Proof of Concept Grants bewerben, die darauf abzielen, im Rahmen des ERC-Projekts gewonnene unerwartete Erkenntnisse weiter zu erforschen.

Förderprogramme - Erasmus+

Das Programm besteht aus 4 Komponenten, die z.T. zentral in Brüssel, z.T. dezentral in den Mitgliedstaaten koordiniert werden. Am bekanntesten sind zweifellos die Mobilitätsprogramme für Studierende und Lehrende, über die sie sich hier, bzw. bei der Erasmus-Assistentin informieren können. Des Weiteren bietet das Erasmus+ Programm zahlreiche Fördermöglichkeiten für Projekte, die der Weiterentwicklung und Verbesserung der Qualität der Lehre im Hochschulbereich unterstützen, und zu denen Sie detaillierte Informationen im Erasmus+ Programme Guide finden. Eine Aufzahlung aktueller Ausscheribungen finden sie hier. 

Das Erasmus+ Programm ist in folgende Maßnahmengruppen unterteilt: 

  • Key Action 1 umfasst die „klassiche” Erasmus-Moblilität für Studierende und Lehrende sowie  Erasmus Mundus Joint Masters (bzw. die damit verbundenen Erasmus Mundus Joint Master Loans für Studierende)
  • Key Action 2 dient der Innovation in der universitären Lehre und umfasst u.a. Strategische Partnerschaften, die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Unternehmen (Wissensallianzen) und Capacity building (im Hochschulbereich und im Bereich Jugend)
  • Key Action 3 unterstützt die Entwicklung von neuen Strategien/Policies in den Bereichen Bildung und Jugend, z.B. Treffen von Jugendlichen mit Entscheidungsträgern
  • Jean Monnet: Unterstützung der Lehre zu EU-Themen. Gefördert werden Projekte, Module, Lehrstühle, Neztwerke, aber auch Vereinigungen von Lehrpersonen.

Die Finanzierung erfolgt bei Erasmus+-Projekten nur z.T. durch die Erstattung der tatsächlichen Kosten. Meist werden Einheits- und Pauschalbeträge vergütet. Die Finanzierungsquote ergibt sich daher jeweils aus der Differenz zwischen den tatsächlichen Kosten und den Einheits-, bzw. Pauschalbeträgen; wenn die tatsächlichen Kosten erstattet werden, liegt die Förderquote meist bei 75-80%. 

Zentral in Brüssel von der Exekutivagentur Bildung, Audiovisuelles und Kultur werden unter Anderem folgende Programme koordiniert: 

Erasmus Mundus Joint Master

Gefördert werden die Einführung und Durchführung neuer MA Curricula, bzw. Stipendien für die Teilnehmenden (3 Jahrgänge)
• Die Studierenden müssen mindestens an 2 Unis lernen
• Das Thema des Studienganges muss neu sein , d.h. schon laufende Studiengänge können nicht über diese Ausschreibung finanziert werden. Konsultieren Sie bitte die Liste der zur Zeit laufenden Erasmus Mundus Joint Masters. 
• Für die MA-Programme könenn sich Studierende aus aller Welt bewerben.
Projektdauer: 3-5 Jahre (evtl. 1 zusätzliches Jahr für die Vorbereitung)
Anträge für gemeinsame Masterstudiengänge müssen schon bei der Antragstellung vollständig ausgearbeitete gemeinsame Studienprogramme enthalten.
Finanzierung: 20 000 EUR für das optionale Vorbereitungsjahr, 50 000 Euro pro aufgenommenem Jahrgang (Management des Projekts + Kosten für Lehre, Gastdozenten, etc.) + Studiengebühren (4 500 EUR für Studierende aus der EU, FYROM, Island, Liechtenstein, Norwegen und der Türkei; 9000 EUR für Studierende aus den Partnerstaaten). 
Nächster Termin: voraussichtlich Anfang 2018.

Wissensallianzen (Knowledge Alliances)

Wissensallianzen sind länderübergreifende, ergebnisorientierte Projekte in Zusammenarbeit von Hochschuleinrichtungen und Unternehmen, mit folgenden Zielen: 
• Entwicklung neuer, innovativer und multidisziplinärer Unterrichts- und Lernkonzepte (neue Curricula, innovative Lernkonzepte, Programme für kontinuierliche Weiterbildung, gemeinsame Lösungen, Prozess-, Produktinnovationen);
• Förderung unternehmerischen Denkens und unternehmerischer Kompetenzen bei Lehrkräften im Hochschulbereich und bei Mitarbeitern von Unternehmen (Rahmenbedingungen;
• Bildungsmaßnahmen, praktische Anwendung unternehmerischer Kompetenzen)
Vereinfachung des Austauschs, des Wissensflusses und des gemeinsamen Wissensaufbaus.

Förderbedingungen: Min. 6 Organisationen aus min. 3 Ländern, darunter min. 2 Hochschuleinrichtungen und min. 2 Unternehmen; Projektlaufzeit: 2-3 Jahre; Termin: jahrlich im Februar; die finanzierung erfolgt über Einehtiskosten und beträgt 700.000 EUR (2 Jahre) bzw. 1.000.000 EUR (3 Jahre).  

Nächster Termin: voraussichtlich Anfang 2018.

Kapazitätsaufbau (Capacity Building) im Hochschulbereich

Ziel ist die Modernisierung, Verbesserung der Zugänglichkeit und Internationalisierung des Hochschulbereichs in den sog. "Partnerländern" Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Serbien, Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, Moldau, dem Völkerrechtlich anerkannten Hoheitsgebiet der Ukraine, Algerien, Ägypten, Israel, Jordanien, Libanon, Libyen, Marokko, Palästina, Syrien, Tunesien, dem völkerrechtlich anerkannten Hoheitsgebiet Russlands, sowie Regionen 6-11 (verschiedene Staaten in Asien und Zentralasien, Lateinamerika, Afrika) durch folgende Maßnahmen: 

• Unterstützung der Modernisierung, Zugang und Internationalisierung der Hochschulbildung in den förderfähigen Partnerländern;
• Unterstützung der förderfähigen Partnerländer bei der Bewältigung der Herausforderungen, mit denen die Hochschuleinrichtungen und -systeme konfrontiert sind. Dies bezieht sich auch auf Herausforderungen im Zusammenhang mit der Qualität, der Relevanz, des gleichberechtigten Zugangs, der Planung, Bereitstellung, der Verwaltung und der Governance;
• Beitrag zur Zusammenarbeit der EU und der förderfähigen Partnerländer (und zwischen den förderfähigen Partnerländern);
• Förderung der freiwilligen Konvergenz mit EU-Entwicklungen in der Hochschulbildung;
• Förderung persönlicher Kontakte und Unterstützung von interkulturellem Bewusstsein und Verständnis.

Es werden zwei Arten von Kapazitätsaufbauprojekten unterstützt:

• Gemeinsame Projekte, die auf Ergebnisse abzielen, die hauptsächlich und direkt den Organisationen aus den am Projekt beteiligten förderfähigen "Partnerländern" zugutekommen. Förderfähige Aktivitäten: Entwicklung des Curriculums; Modernisierung von Governance, Verwaltung und Betrieb von Hochschuleinrichtungen; Stärkung der Beziehungen zwischen Hochschuleinrichtungen und deren wirtschaftlicher und sozialen Umgebung.
• Strukturprojekte mit dem Ziel, die Hochschulsysteme zu verbessern und Reformen auf nationaler und/oder regionaler Ebene in den Partnerländern zu fördern. Diese Projekte konzentrieren sich in der Regel auf zwei verschiedene Aktivitätskategorien:  1. Modernisierung von Politik, Governance und Verwaltung in Hochschulsystemen; bzw. 2. Stärkung der Beziehungen zwischen Hochschulsystemen und deren wirtschaftlicher und sozialer Umgebung.

Partner:  

• bei „nationalen Projekten“: 1 Partnerland + 3 Programmländer mit min. 1 Hochschuleinrichtung pro Programmland
• bei Mehrländerprojekten: min. 2 Partnerländer + min. 3 Programmländer, min. 1 Hochschule pro Programmland
• in beiden Fällen: min. so viele Hochschulen in Partnerländern wie in Programmländern
• bei Strukturprojekten zusätzlich: die für Hochschulbildung zuständigen Ministerien der Partnerländer

Projektlaufzeit: 2 oder 3 Jahre
Nächster Termin: vorausscihtlich Anfang 2018 – je nach Partnerland kann die Ausschreibung spezifische Prioritäten festlegen.
Finanzierung: Einheitskosten; die Personalkosten dürfen max. 40% der gesamten Finanzhilfe ausmachen, die 500 000-1 000 000 EUR beträgt. 

Jean Monnet-Maßnahmen

Jean-Monnet-Maßnahmen sollen Spitzenleistungen in Lehre und Forschung im Zusammenhang mit weltweiten EU-Studien und den Dialog zwischen dem Hochschulbereich und politischen Entscheidungsträgern fördern, um insbesondere die Governance in der EU-Politik zu verbessern. Gegenstand von EU-Studien ist die Gesamtsituation Europas unter besonderer Berücksichtigung des Prozesses der europäischen Integration sowohl hinsichtlich seiner internen als auch der externen Dimension. Außerdem wird die Rolle der EU in einer globalisierten Welt sowie im Hinblick auf ein aktives europäisches bürgerschaftliches Verhalten und einen europäischen Dialog zwischen Völkern und Kulturen behandelt. Folgende Maßnahmen werden gefördert: 

• Jean-Monnet-Module: für Studienprogramme bzw. Studierende, die nicht die EU zum Thema haben. In diesem Rahmen können auch Sommeruniversitäten gefördert werden. 
• Jean-Monnet-Lehrstühle (Lehre und Forschung): Gastprofessuren (an Universitäten in aller Welt) für 3 Jahre, die von der EU mit einer Förderquote von 75% finanziert werden. Die Lehrtätigkeit beträgt mindestens 90 Stunden pro Jahr. 
• Jean-Monnet-Spitzenforschungszentren (Lehre und Forschung) fungieren als Forschungs- und Wissenszentren im Zusammenhang mit EU-Themen (Förderquote: 80%). Jedes Jean-Monnet-Spitzenforschungszentrum muss einen strategischen Drei-Jahresplan entwickeln, der eine große Auswahl an Aktivitäten umfasst wie: 

• Organisation und Koordination von Humanressourcen und dokumentarischen Ressourcen im Zusammenhang mit EU-Studien,
• Durchführung von Forschungstätigkeiten im Zusammenhang mit konkreten EU-Themen (Forschungsfunktion),
• Entwicklung von Inhalten und Instrumenten in Verbindung mit EU-Themen zur Aktualisierung und Ergänzung der gegenwärtigen Studiengänge und Curricula (Lehrfunktion),
• Förderung der Diskussionen und des Erfahrungsaustauschs über die EU, so weit möglich in Partnerschaften mit lokalen Interessenvertretern und/oder EU-Repräsentantenbüros in Mitgliedsstaaten und bei EU-Delegationen in Partnerländern (Think-Tank-Funktion)
• systematische Veröffentlichung der Ergebnisse von Forschungsaktivitäten.

• Die Jean-Monnet-Unterstützung für Einrichtungen und Vereinigungen unterstützt Vereine, deren hauptsächlicher Zweck darin besteht, einen Beitrag zu den Studien über den Europäischen Integrationsprozess zu leisten. Diese Vereinigungen sollten interdisziplinär sein und allen interessierten Professoren, Lehrenden und Forschern offen stehen, die sich zu bestimmten EU-Themen in relevanten Ländern oder Regionen spezialisiert haben. Sie sollten auf regionaler, nationaler oder supranationaler Ebene repräsentativ sein. Es können lediglich Vereinigungen gefördert werden, die offiziell registriert sind und über einen unabhängigen rechtlichen Status verfügen.
• Jean-Monnet-Netze organisieren politische Diskussionen mit dem Hochschulsektor im Rahmen von Projekten mit 3-jähriger Laufzeit (finanzeirt werden 80% der tatsächlichen Kosten). Das Netzwerk besteht aus einem Konsortium aus min. 3 Ländern, das z.B. folgende Aktivitäten durchführt:

• Sammeln und Verbreiten von Informationen und Ergebnissen im Zusammenhang mit hervorragenden Forschungs- und Lehrmethoden im Bereich EU-Studien,
• Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Hochschuleinrichtungen und anderen betroffenen Stellen in Europa und weltweit,
• Austausch von Wissen und Kompetenzen, um bewährte Verfahren wechselseitig weiter zu verbessern,
• Förderung der Zusammenarbeit und Schaffung einer Plattform zum intensiven Wissensaustausch zu besonders wichtigen EU-Themen mit Akteuren aus der Öffentlichkeit und mit den Dienststellen der Europäischen Kommission. 

• Jean-Monnet-Projekte (Projektlaufzeit: 12-24 Monate; finanziert werden Einheitskosten bis maximal 60000 Euro mit einer Förderquote von höchstens 75%):  

• Bei „Innovationsprojekten“ werden neue Aspekte und Methoden untersucht, um EU-Themen interessanter darzustellen und die Darstellungen an verschiedene Zielgruppen anzupassen (z. B. Projekte im Rahmen von Learning EU @ School). Förderfahig sind: 

- Entwicklung und Prüfung neuer Methoden, Inhalte und Instrumente in Verbindung mit bestimmten EU-Themen 
- Schaffung virtueller Unterrichtsräume in Verbindung mit bestimmten Themen und entsprechende Prüfungen in unterschiedlichen Zusammenhängen
- Konzeption, Herstellung und Einführung von Instrumenten zum Selbsttraining zur Förderung aktiven Bürgersinns in der EU 
- Entwicklung und Vermittlung geeigneter pädagogischer Inhalte und neuen/angepassten Lehrmaterials für den Unterricht im Zusammenhang mit EU-Themen in der Primar- und der Sekundarstufe (Learning EU at School)
- Entwicklung und Einführung von Angeboten zur Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften, die das erforderliche Wissen und die nötige Kompetenz zur Behandlung von EU-Themen im Unterricht vermitteln 
- Durchführung eigens entwickelter Aktivitäten im Zusammenhang mit der Europäischen Union für Schüler der Primar- und der Sekundarstufe sowie in Einrichtungen zur beruflichen Aus- und Weiterbildung

• Projekte zur „gegenseitigen Bereicherung“ fördern Diskussionen und Reflexionen über EU-Themen und erhöhen das Wissen über die Europäische Union und ihre Prozesse. Mit diesen Projekten soll das Wissen über die EU in spezifischen Zusammenhängen erweitert werden. Förderfähige Tätigkeiten: 

- Unterstützung der Schaffung von EU-Studien und/oder Ausweitung des Wissens und/oder Verbesserung der Dynamik einer „Abteilung, eines Lehrstuhls oder eines Forschungsteams“ in einer bestimmten Hochschule, die besonderes Interesse zum Ausdruck gebracht hat;
- gemeinsame Entwicklung von Inhalten und Co-Teaching für Studierende unter Einbeziehung mehrerer Einrichtungen; die beteiligten Einrichtungen können gemeinsame Aktivitäten organisieren, Instrumente zur Unterstützung ihrer Kurse entwickeln

• Projekte zur „Verbreitung von Inhalten“ betreffen in erster Linie Informationsmaßnahmen. Unterstützt werden 

- Informations- und Verbreitungsmaßnahmen für Lehrkräfte im Bereich der öffentlichen Verwaltung sowie für Fachleute für bestimmte Gebiete und für die Zivilgesellschaft insgesamt;
- die Organisation von Konferenzen, Seminaren und/oder Runden Tischen in Verbindung mit maßgeblichen EU-Themen.

Nächster Termin: voraussichtlich Anfang 2018.

National ausgeschriebene Erasmus+ Förderungen 

Für die national koordinierten Erasmus+ Förderungen ist in Ungarn die Tempus Közalapítvány zuständig (ab dem 1. September 2016 auch für die zuvor von der Erasmus+ Ifjúsági Programiroda koordinierten Programme im Bereich Jugend). Gefördert werden u. A.: 

Strategische Partnerschaften (Strategic Partnerships)

Strategische Partnerschaften sind in 4 Bereichen möglich: Schule, Berufsbildung, Hochschulebene sowie Jugend und Sport. Gefördert werden ausschließlich innovative Projekte (z.B. neue Curricula) mit dem Ziel, die Qualität der Lehre zu verbessern, bzw. Projekte Bereich Jugend und Sport. Die Projekte müssena uf real existierende Bedürfnisse eingehen, und dies muss bei der Antragstellung überzeugend dargestellt werden. An den Projekten müssen sich min. 3 Partner aus 3 Landern beteiligen (meist bestehen die Partnerschaften aus 5-6 Organisationen), die Laufzeit beträgt 24-36 Monate. Projekte werden mit insgesamt maximal 450.000 EUR (bei einer Laufzeit von 3 Jahren) gefördert, wobei der Eigenanteil variabel ist und davon abhängt, wie sich die Einheitskostenvergütung zu den tatsächlichen Kosten verhält.

Eine Liste der bisher geförderten Projekte finden sie hier. 
Nächster Termin für den Hochschulbereich: voraussichtlich Anfang 2018.  

Förderprogramme - COST

COST ist ein von der EU über H2020 finanziertes Förderprogramm, das das Networking von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in allen Wissenschaftsbereichen fördert mit dem Ziel, Forschungsprojekte zu bündeln und die vorhandenen Kapazitäten effizienter zu nutzen.  Zu beachten ist, dass das Programm nicht die Forschungstätigkeit selbst finanziert, sondern das Networking (Projektmeetings, Weiterbildungen, Forschungsaufenthalte). Die Finanzierung erfolgt im Rahmen von "COST Actions" mit einer Laufzeit von 4 Jahren und einer Finanzierung in der Größenordnung von 130.000 Euro. 

Initiiert werden COST Actions von Neztwerken von WissenschaflerInnen und Wissenschaftlern, die über ihre Institutionen mindestens 7 der folgenden Staaten vertreten: Belgien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Mazedonien, Montenegro, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn, Vereinigtes Königreich, Zypern, sowie Israel. Davon müssen mindestens 3 sog. "Inclusiveness Target Countries" sein (Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Zypern, Tschechien, Estland, Kroatien, Ungarn, Litauen, Lettland, Luxemburg, Malta, Montenegro, Polen, Portugal, Rumänien, Slovenien, die Slowakei, Mazedonia, Serbien bzw. die Türkei). Des Weiteren können Organisationen aus folgenden Staaten mit einbezogen werden: Albanien, Algerien, Ägypten, Armenien, Azerbaidzsan, Georgien, Jordanien, dem Libanon, Libyen, Marokko, Moldawien, den Palästinensischen Autonomiegebieten, Russland, Syrien, Tunesien, der Ukraine und Weißrussland. 

Der nächste Termin für das Einreichen von Vorschlägen für neue COST Actions ist der 7. September 2017 (erfolgreiche Netzwerke finden Sie hier).
Anträge sind online vom Hauptinitiator zu erstellen. Die Anträge werden streng anonymisiert beurteilt, und bei der Erstellung der Antragstexte ist darauf zu achten, dass keine Rückschlüsse auf die InitiantInnen bzw. deren Institutionen möglich sind. Wird der Antrag genehmigt und die COST Action gefördert, entscheiden die einzelnen Mitgliedstaaten, ob eine Teilnahme ihrer Instutionen an dieser Cost-Action gefördert wird. 

Im Rahmen des COST-Programms können PhD-StudentInnen und "Early Carrier Investigators" (PhD+8 Jahre) aus den og. "Inclusiveness Target Countries" gesonderte Zuschüsse für die Teilnahme an COST-Konferenzen beantragen. 

Detailliertere Informationen finden Sie im Vademecum des COST-Programms. 

 

Förderprogramme - Europa für Bürgerinnen und Bürger

Ziel des Programmes Europa für Bürgerinnen und Bürger ist die Förderung des europäischen Geschichtsbewusstseins und des demoktratische Engagements der Bürgerinnen und Bürger. Gefördert werden können auch nicht transnationale Projekte, falls sie eine europäische Dimension verfügen, und je nach Ausschreibung wird eine Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft (NGOs) erwartet. 

Zuständig ist die Exekutivagentur Bildung, Audiovisuelles und Kultur in Brüssel. 

Folgende Projektthemen werden gefördert:

  • Europäisches Geschichtsbewusstsein: Stärkung des Geschichtsbewusstseins und des Bewusstseins für die gemeinsame Geschichte und die gemeinsamen Werte und das Ziel der EU. Am Projekt müssen sich mehrere Organisationen aus min. 1 Staat beteiligen, bevorzugt werden aber transnationale Projekte. die maximale Projektdauer beträgt 18 Monate, die maximale Fördersumme liegt bei 100.000 EUR. 
    • Es werden Aktivitäten unterstützt, die zum Nachdenken über die kulturelle Vielfalt Europas und über gemeinsame Werte im weitesten Sinne einladen. Es können Projekte finanziert werden, die sich mit den Ursachen totalitärer Regime in der neueren Geschichte Europas (vor allem, aber nicht ausschließlich Nationalsozialismus, der zum Holocaust führte, Faschismus, Stalinismus und totalitäre kommunistische Regime) und dem Gedenken an die Opfer beschäftigen. In diesen Bereich fallen auch Aktivitäten zu anderen Schlüsselmomenten der jüngeren europäischen Geschichte. Vorrang erhalten insbesondere Maßnahmen, die zu Toleranz, gegenseitigem Verständnis, interkulturellem Dialog und Versöhnung aufrufen, um die Vergangenheit zu überwinden und die Zukunft zu gestalten, wobei es vor allem darum geht, die jüngere Generation zu erreichen.
    • Es sollen Organisationen unterschiedlicher Art am Projekt teilnehmen (lokale Behörden, NRO, Forschungseinrichtungen usw.) bzw. verschiedene Arten von Aktivitäten vorgesehen werden (Forschung, nichtformale Bildung, öffentliche Diskussionen, Ausstellungen usw.), bzw. sollen Bürgerinnen und Bürger aus verschiedenen Zielgruppen eingebunden werden.
    • Darüber hinaus müssen die Projekte auf transnationaler Ebene umgesetzt werden (Einrichtung und Unterhaltung transnationaler Partnerschaften und Netzwerke) oder eine eindeutige europäische Dimension aufweisen.
  • Zivilgesellschaftliche Projekte zum demokratischen Engagement und zur Bürgerbeteiligung mit dem Ziel, die demokratischen und bürgerschaftlichen Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger auf EU-Ebene zu fördern. Dabei müssen mindestens 3 Staaten vertreten sein. die maximale Projektlaufzeit beträgt 18 Monate, die maximale Fördersumme 150.000 Euro, und mindestens 2 der folgenden 3 Aktivitäten müssen durchgeführt werden: 
    • Förderung von gesellschaftlichem Engagement und Solidarität: Aktivitäten, die in der Lage sind, Diskussionen/Kampagnen/Aktionen zu den Themen von gemeinsamem Interesse im größeren Rahmen der Rechte und Pflichten der Unionsbürgerinnen und -bürger zu fördern und eine Verbindung zur europäischen politischen Agenda bzw. zum Entscheidungsprozess herzustellen.
    • Einholen von Meinungen: Aktivitäten mit dem Ziel, die persönlichen Meinungen von Bürgerinnen und Bürgern zu einem jährlich festzulegenden spezifischen Thema einzuholen; dabei sollen ein Bottom-up-Ansatz genutzt (einschließlich der Nutzung sozialer Netzwerke, Web-Seminaren usw.) und die Medienkompetenz gefördert werden.
    • Freiwilligentätigkeit: Aktivitäten zur Förderung der Solidarität unter Unionsbürgerinnen und -bürgern und darüber hinaus.
Förderprogramme - Danube Transnational Programme

Das Danube Transnational Programme fördert Großprojekte, die mit den Prioritäten der EU-Strategie für den Donauraum zusammenhängen. Die Projekte sollen auch als "policy drivers" dienen und nationale, regionale und lokale politische Ansätze beeinflussen. Bei der Projektgestaltung ist zu beachten, dass die Anträge jeweils konkrete Lösungen für konkrete Probleme der Region vorschlagen und umsetzen müssen ("intervention logic"). Reine Forschungsprojekte werden nicht gefördert. 
Das gesamte Programm wird von einem im ungarischen Wirtschaftsministerium angesiedelten Sekretariat verwaltet. 

Das Programm gliedert sich in vier Prioritäten und die dazugehörenden "Specific Objectives":

  1. Innovative und sozial verantwortliche Donauregion (Bessere Rahmenbedingungen für Innovationen, Stärkung der Kompetenzen für soziale und wirtschaftliche Innovation). 
  2. Umwelt- und kulturverantwortliche Donauregion (Wassermanagement, nachhaltige Nutzung von Natur- und Kutlurgütern, ökologische Korridore).
  3. Besser vernetzte und energieverantwortliche Donauregion (umweltfreundliche Transportmittel, Erschließung längdlicher Regionen, Energieeffizienz u.Ä.). 
  4. Gut regierte Donauregion
    4.1.: Verbesserung institutioneller Kapazitäten zur Bewältigung gesellschaftlicher Probleme
    4.2.: Unterstützung der Governance und der Umsetzung der Donaraumstrategie 

 Detailliertere Informationen finden Sie im Cooperation Programme bzw. dem Executive Summary

Förderprogramme - Projektbezogener Personenaustausch DAAD-TKA

Im Rahmen der bilateralen Kooperation zwischen dem DAAD und der Tempus Öffentlichen Stiftung (Tempus Közalapítvány) können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit einem Arbeitsvertrag an der AUB im Rahmen des Programms "Projektbezogener Personenaustausch" (ungarisch: "Projektalapú kutatócsere-programm") Zuschüsse für projektbezogene Forschungsaufenthalte mit einer Dauer von höchstens einem Monat in Deutschland erhalten. Die Anträge müssen jeweils mit gleichem Inhalt parallel von den Forschenden in Ungarn bei der Tempus Stiftung und deren Projektpartnern in Deutschland beim DAAD eingereicht werden und werden von den beiden Institutionen gemeinsam beurteilt. Es muss sich um ein bisher anderweitig nicht gefördertes, neues Projekt mit einer Laufzeit von 1 oder 2 Jahren handeln. Vorrang haben Projekte, die eine Vorstufe für eine spätere umfangreichere Zusammenarbeit (z.B. im Rahmen eines EU-Projekts) bilden. 

Die Reisekostenzuschüsse von Ungarn nach Deutschland (30-40.000.- HUF/Reise) und die Aufenthaltskosten der deutschen Forschenden in Ungarn (15.000 HUF/Tag bzw. 180.000HUF/Monat für promovierte WissenschaftlerInnen) werden von der Tempus Stiftung finanziert (max. 800.000 HUF pro Jahr und Projekt), während die Reisekosten der deutschen Forschenden (200-250 Euro/Reise) und die Aufenthaltskosten der Forschenden aus Ungarn vom DAAD finanziert werden (bis zu einer Höhe von maximal 7000 Euro/Jahr/Projekt). In Ungarn erfolgt die Kostenerstattung über Pauschalbeträge direkt an die Forschenden (die Originalbelege sind trotzdem aufzubewahren). Jedes Jahr werden 5-6 Projekte gefördert, der Eingabetermin ist jeweils im Frühjahr.

Nächster Eingabetermin: voraussichtlich im Juni 2017 für Projekte ab dem 1.1.2018. 

Weitere Informationen finden Sie in deutscher Sprache auf der Homepage des DAAD. Der Antrag in Ungarn ist online via https://cwp.scholarship.hu/ einzureichen. 

Förderprogramme - CEEPUS Joint Degrees

Das CEEPUS-Programm unterstützt die Zusammenarbeit von Hochschuleinrichtungen in der Region. Partnerstaaten sind neben Ungarn Albanien, Österreich, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, Tschechien, Mazedonien, Moldawien, Montenegro, Polen, Rumänien, Serbien, Slowakei, Slowenien und der Kosovo. Es finanziert den Austausch von  Lehrenden und Studierenden in erster Linie im Rahmen von Lehrstuhlnetzwerken, die das Ausarbeiten eines Joint Degree zumindest anstreben. Im Rahmen des CEEPUS Programms können die Lehrstuhlnetzwerke u.A. auch Sommerschulen organisieren. Die Stipendien (bzw. Kontingente) werden im Gegensatz zu Erasmus-Stipendien jeweiés vom Gastland angeboten. 

Lehrstühle können sich auch schon bestehenden Netzwerken anschließen, d.h. es ist nicht nötig, parallele Netzwerke aufzubauen. Eine Liste der schon bestehenden Netzwerke finden sie hier: https://ceepus.info/public/network/network.aspx#nbb 

Einreichetermin für neue Netzwerke: 15. Januar 2018. 

Zuständig ist die Tempus Közalapítvány.

Förderprogramme - EWR- und Norwegen-Zuschüsse, Schweizer Erweiterungsbeitrag

Die Zuschüsse des EWR, Norwegens, sowie des Schweizer Erweiterungsbeitrags ("Kohäsionsmilliarde") zielen darauf ab, die Entwicklung der neuen EU-Mitgliedstaaten im Rahmen von Partnerschaften zwischen Organisationen aus den Donorstaaten Island, Norwegen und Liechtenstein bzw. der Schweiz und deren Partnerorgansationen in den neuen Mitgliedstaaten zu fördern. Dies beinhaltet auch die Förderung von Kooperationen und Projekten im Hocschulbereich. 

Die erste Programmperiode (2009-2014, bzw. Schweiz ab 2008)  läuft zur Zeit aus; die Details der Weiterführung der EWG- und Norwegen-Zuschüsse, bzw. die Zukunft des Schweizer Erweiterungsbeitrags sind im Moment noch nicht geklärt. 

EEA Grants und Norway Grants: http://eeagrants.org/ 

Schweizer Erweiterungsbeitrag: https://www.erweiterungsbeitrag.admin.ch/erweiterungsbeitrag/de/home.html 

Förderprogramme - Visegrad Fund

Der Visegrad Fund ist eine Initiative der vier Visegrad-Staaten Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn. Der Fonds bietet außer Stipendien und Künstlerstipendien Födermöglichkeiten für Projekte verschiedenster Art auch im Hochschulbereich an.  

Für alle Ausschreibungen gilt ausnahmslos: Um förderfahig zu sein, muss das Projekt einen starken thematischen Bezug zu den V4-Staaten aufweisen können. Normalerweise müssen Organisationen aus allen vier Visegrad-Staaten aktiv am Projekt teilnehmen, falls nicht alle V4-Staaten vertreten sind, muss dies begründet werden (mit Ausnahme von lokalen Cross-Border-Projekten in grenznahen Regionen). Projekte von NGOs und lokalen Selbstverwaltungen werden bevorzugt behandelt. 

Visegrad Grants: Anfang 2017 wurde die Aufteilung in Small Grants und Standard Grants aufgehoben. Anträge können viermal jährlich eingereicht werden (1. März, 1. Juni, 1. September und 1. Dezember). Die Projektdauer liegt bei maximal 12 Monaten, die Förderquote neu bei 100%, wobei aber nicht alle Kosten förderfähig sind (Personalkosten können nicht abgerechnet werden). Bei Projekten über 6000 Euro muss die Abrechnung von einem externen Buchprüfer begutachtet werden. 

Pro Institution kann (als Koordinator) nur ein Antrag eingereicht werden. Der nächste Antrag kann erst dann eingereicht werden, wenn der vorangehende Antrag entweder abgelehnt oder das Projekt erfolgreich abgeschlossen und Endbericht und Schlussabrechnung vom Visegrad Fund genehmigt wurden.  

Stragetic Grants werden zu jährlich wechselnden Prioritäten ausgeschrieben. Die Projektlaufzeit beträgt 12-36 Monate, die Förderquote 70%. 

Weitere Programme: 

University Study Grants können von Universitäten aus aller Welt beantragt werden, die Lehreranstaltungen bzw. Studienprogramme zu V4-Themen anbieten möchten. Die Fördersumme beträgt 10-40 000 Euro, die Förderquote 100%.  

Visegrad+ unterstützt Demokratisierungs- und Transformationsprozesse im Westbalkan. Die Projekte werden zu 100% aus dem Fonds finanziert, die Laufzeit liegt bei 12-36 Monaten. Am Projekt müssen mindestens drei V4-Staaten vertreten sein. Zur Zeit liegt kein Termin vor, der Visegrad Fund empfiehlt, Anträge im Rahmen der Visegrad Grant Ausschreibung einzureichen. 

Zielgruppe des Visegrad 4 Eastern Partnership Programs sind V4-Staaten und Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, Moldawien und die Ukraine.

  • Anträge für University Study Grants können von Universitäten in den EaP-Staaten gestellt werden, die Lehrveranstaltungen/Studienprogramme zu V4 Themen ausarbeiten wollen. Der nächste Termin ist am 1. Dezember 2017. 
  • Flagship Projects sind strategische Projekte mit einer Laufzeit von 18-36 Monaten zur Umsetzung von V4-Erfahrungen in Demokratisierungs- und Transformationsprozessen der EaP-Staaten, an denen Partner aus allen 4 V4-Staaten sowie aus mindestens 2 EaP-Staaten teilnehmen. Die maximale Förderquote beträgt 80%, die maximale Fördersumme 80.000 EUR. Zur Zeit kein Termin, statdessen sollen Projektaträge auf die Ausschreibungen des Visegrad Grant eingereicht werden. 
  • Extended Standard Grants unterstützen Reformprozesse, politische Teilnahme und wirtschaftliche Integration. Die Priojekte, in denen mindestens 3 der V4-Staaten und 1 EaP-Staat vertreten sein müssen, haben eine Laufzeit von 18 Monaten und werden zu 90% vom Visegrad Fund finanziert. Zur Zeit kein Termin, Anträge können beim Visegrad Grant eingereicht werden. 

 

Förderprogramme - Informationen für an die AUB entsandte WissenschaftlerInnen

Grundsätzlich können Drittmittelanträge auch von Personen eingereicht werden, die an die AUB entsandt wurden und daher kein Arbeitsverhältnis mit der AUB haben. Gegebenenfalls muss aber die entsendende Institution (d.h. Ihre „Heimatuni“) miteinbezogen werden, damit Ihre Personal- und Reisekosten abgerechnet werden können – beachten Sie bitte jeweils die Vorgaben der Ausschreibung. Es kann auch sinnvoll sein, den Antrag als AngestellteR Ihrer Heimatuni zusammen mit einem Kollegen/einer Kollegin von der AUB einzureichen und beide Universitäten als Partnerinstitutionen ins Projekt miteinzubeziehen.

Zudem besteht für Sie die Möglichkeit, die nationalen Förderprogramme Ihres Heimatstaates zu nutzen, falls deren Vorgaben dies ermöglichen. 

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