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Forschungsförderung

Die AUB ist bestrebt, die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Planung und Durchführung von Forschungs- und Hochschulentwicklungsprojekten, die von Dritten finanziert werden, zu unterstützen. Der Projektservice bietet Informationen zu Ausschreibungen von Fördergebern, unterstützt Sie bei der Interpretation der Ausschreibungstexte und der Förderbedingungen und hilft Ihnen bei der Budgetplanung und beim Zusammenstellen der benötigten administrativen Dokumente. 

Unten finden sie einen kurzen Überblick über Förderprogramme.  Bitte nehmen Sie möglichst frühzeitig Kontakt mit dem Projektservice auf, wenn sie zu einer Ausschreibung Fragen haben, bzw. einen Drittmittelantrag für Ihr Projekt einreichen möchten.  

Kontakt: projekte(at)andrassyuni.hu

Förderprogramme - Horizon Europe

Das Förderprogramm Horizon2020 wurde als Horizon Europe umstrukturiert, neueste Ausschreibungen finden Sie hier

 

 

 

 

 

 

Gefördert werden Großprojekte i.d.R. von min. vier Partnern aus min. 4 Staaten (EU-Staaten sowie die Programm-Staaten) zu Forschungsthemen, die für die EU zukunftsweisend sind, diese sind die sog. Missionen: 

Pro Ausschreibung werden in den ersten Jahren der Programmperiode nur ca. 2-3 Projekte gefördert; die Fördersumme liegt meist über einer Million Euro, die Förderquote bei 100%. (Kosten von an die AUB entsandten Personen sind im Allgemeinen förderfähig, bedürfen aber der Kooperation der entsendenden Institution. Empfehlenswert ist hierbei, dass beide Institutionen als Projektpartner mitwirken, wodurch im Sinne der Inklusion auch die Erfolgschancen erhöht werden können.)

Aktuelle Horizon Europe Ausschreibungen und Nachrichten finden Sie hier. Die Mehrheit der Ausschreibungen werden ab Mai 2021 laufend veröffentlicht, erste Einreichfristen sind voraussichtlich im September 2021. Mehrere Ausschreibungen sind erst 2022 geplant.

Weitere Informationen finden Sie auch unter folgenden Links: 

 

 

Förderprogramme - European Research Council (ERC)

Der European Research Council wurde 2007 im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogramms gegründet. Er wird aus Mitteln des Horizon Europe Programms finanziert und ist Teil des Kernziels „Wissenschaftsexzellenz”.

Anträge werden mit Unterstützung der National Contact Points von den WissenschaftlerInnen eingereicht (die auch aus Drittstaaten stammen können). Die geförderten Projekte werden an einer Forschungseinrichtung innerhalb der EU bzw. eines Associate Country durchgeführt, die den WissenschaftlerInnen und ihren Teams (im Durchschnitt 6 Personen) die nötige Infrastruktur bietet (dem Antrag des „Principal Investigator” ist eine entsprechende Erklärung der Gastinstitution beizufügen). 

Thematisch sind die Ausschreibungen des ERC völlig offen, das einzige Kriterium bei der Beurteilung ist die wissenschaftliche Exzellenz des Projekts. Multi- und interdisziplinäre Methoden sowie der Einbezug neuer Fragestellungen und innovativer Ansätze sind ausdrücklich erwünscht. Die wissenschaftlichen Ergebnisse sind – wie bei allen Horizon Europe Projekten – in Open-Access-Publikationen zu veröffentlichen. Der Wettbewerb ist sehr stark, je nach Ausschreibung sind ca. 15% der Anträge erfolgreich.

Es gibt 4 verschiedene Kategorien. Allgemein wird es erwartet, dass der Principal Inverstigator einen signifikanten Teil der Arbeitszeit (mindestens 30-50%) auf das Projekt verwendet. 

Starting Grants: für ForschungsleiterInnen, die ihren PhD-Titel 2-7 Jahre vor der Eingabefrist erworben haben. Die maximale Fördersumme beträgt 1 500 000 Euro für einen Zeitraum von 5 Jahren. 

Consolidator Grants sind für Forschende vorgesehen, die ihren PhD-Titel 7-12 Jahre vor der Eingabefrist erworben haben. Die maximale Fördersumme liegt bei 2 000 000 Euro für eine Projektperiode von 5 Jahren. 

Advanced Grants werden in einem Umfang von 2 500 000 Euro für Fünf-Jahres-Projekte von herausragend qualifizierten und erfolgreichen Forschenden gewährt. 

Synergy Grants fördern Teams von zwei bis vier vielversprechenden Wissenschaftler/innen. Die maximale Fördersumme pro Projekt beträgt 10 Millionen Euro für eine Laufzeit von bis zu 6 Jahren. 

Principal Investigators von laufenden ERC-Projekten können sich außerdem um Proof of Concept Grants bewerben, die darauf abzielen, im Rahmen des ERC-Projekts gewonnene unerwartete Erkenntnisse weiter zu erforschen.

Förderprogramme - Marie Sklodowska-Curie Actions (MSCA)

Das Programm Marie Sklodowska-Curie Actions (MSCA)das von der EU im Rahmen von Horizon Europe finanziert wird, bietet Förderungen für Forscherinnen und Forscher in allen wissenschaftlichen Disziplinen. Außerdem werden innovative Bildungsmaßnahmen wie Joint Doctorates, Kombinationen aus Forschungstätigkeit im akademischen und privatwirtschaftlichen Umfeld, sowie die Mobilität (auch außerhalb Europas!) von Forschenden unterstützt. Die Ausschreibungen erfolgen jährlich. 

Gefördert werden folgende Projekttypen: 

Förderung von regionalen, nationalen und internationalen Programme: Gemeinsame Ausbildungsprogramme bzw. PhD-Programme von Universitäten, Forschungsinstituten, Unternehmen und anderen Akteuren.

Einzelstipendien für ForscherInnen mit PhD-Titel, nächster Termin: September 2020. Die Stipendien finanzieren Forschungsaufenthalte von 12-24 Monaten (EU-Ausland) bzw. 2-3 Jahren (außerhalb der EU). 

Personalaustausch im Bereich Forschung und Innovation (RISE): Entsendung von wissenschaftlichem Personal für 1-12 Monate im Rahmen eines max. 4-jährigen gemeinsamen Forschungsprojekts von min. 3 Partnern aus min. 3 EU-, assoziierten oder anderen Staaten (wobei die Teilnahme von KMU erwünscht ist).

Auch die im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften (Kutatók Éjszakája) organisierten Veranstaltungen werden aus Mitteln der MSCA finanziert.  

Förderprogramme - European Cooperation in Science and Technology (COST)

COST ist ein von der EU über Horizon Europe finanziertes Förderprogramm, das das Networking von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in allen Wissenschaftsbereichen fördert mit dem Ziel, Forschungsprojekte zu bündeln und die vorhandenen Kapazitäten effizienter zu nutzen.  Zu beachten ist, dass das Programm nicht die konkrete Forschungstätigkeit, sondern das Networking selbst (Projektmeetings, Weiterbildungen, Forschungsaufenthalte) finanziert. Die Finanzierung erfolgt im Rahmen von "COST Actions" mit einer Laufzeit von 4 Jahren und einer Finanzierung in der Größenordnung von 130.000 Euro. 

Initiiert werden COST Actions von Neztwerken von WissenschaflerInnen und Wissenschaftlern, die über ihre Institutionen mindestens 7 der folgenden Staaten vertreten: Belgien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Mazedonien, Montenegro, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn, Vereinigtes Königreich, Zypern, sowie Israel. Davon müssen mindestens 3 sog. "Inclusiveness Target Countries" sein (Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Zypern, Tschechien, Estland, Kroatien, Ungarn, Litauen, Lettland, Luxemburg, Malta, Montenegro, Polen, Portugal, Rumänien, Slovenien, die Slowakei, Mazedonia, Serbien bzw. die Türkei). Des Weiteren können Organisationen aus folgenden Staaten mit einbezogen werden: Albanien, Algerien, Ägypten, Armenien, Azerbaidzsan, Georgien, Jordanien, dem Libanon, Libyen, Marokko, Moldawien, den Palästinensischen Autonomiegebieten, Russland, Syrien, Tunesien, der Ukraine und Weißrussland. 

Informationen und Termine für das Einreichen von Vorschlägen für neue COST-Aktivitäten finden Sie hier. Erfolgreiche Netzwerke sind hier aufgelistet. 
Anträge sind online vom Hauptinitiator zu erstellen. Die Anträge werden streng anonymisiert beurteilt, und bei der Erstellung der Antragstexte ist darauf zu achten, dass keine Rückschlüsse auf die InitiantInnen bzw. deren Institutionen möglich sind. Wird der Antrag genehmigt und die COST Action gefördert, entscheiden die einzelnen Mitgliedstaaten, ob eine Teilnahme ihrer Instutionen an dieser Cost-Action gefördert wird. 

Im Rahmen des COST-Programms können PhD-StudentInnen und "Early Carrier Investigators" (PhD+8 Jahre) aus den og. "Inclusiveness Target Countries" gesonderte Zuschüsse für die Teilnahme an COST-Konferenzen beantragen. 

Detailliertere Informationen finden Sie im Vademecum des COST-Programms. 

 

Förderprogramme - Europa for Citizens / Citizenship, Equality, Rights and Values

Ziel des Programmes Europa für Bürgerinnen und Bürger 2014-2020 war die Förderung des europäischen Geschichtsbewusstseins und des demoktratische Engagements der Bürgerinnen und Bürger. Gefördert wurden auch nicht transnationale Projekte, falls sie eine europäische Dimension verfügen, und je nach Ausschreibung wird eine Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft (NGOs) erwartet. 

Zuständig ist die Exekutivagentur Bildung, Audiovisuelles und Kultur (EACEA) in Brüssel. Das Förderprogramm wird unter den Titel Citizenship, Equality, Rights and Values programme (CERV) umstrukturiert, Details sind noch nicht bekannt. 

 

Förderprogramme - NKFIH - Nationaler Ansprechpartner für Forschungsförderung

Zuständig für die staatliche ungarische Forschungsförderung ist das Nationale Büro für Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsförderung (Nemzeti Kutatási, Fejlesztési és Innovációs Hivatal, NKFIH, www.nkfih.gov.hu)

Das Büro ist zuständig für die Teilnahme von ungarischen Institutionen in gemeinsamen EU-Initiativen und ist der nationale Ansprechpartner (National Contact Point) für eine Reihe von EU-Förderlinien und Ausschreibungen im Bereich Wissenschaften.

Bei Joint Programmes erfolgt die Antragstellung in zwei Schritten: Zuerst stellt das internationale Konsortium einen gemeinsamen Antrag bei der für das Programm zuständigen Brüsseler Stelle. Ist dieser Antrag erfolgreich, stellt jeder Konsortialpartner einen separaten Förderantrag in seinem Mitgliedstaat. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt nimmt Ungarn an folgenden Joint Programmes teil: AAL (Verbesserung der Lebensqualität älterer Personen mittels ICT); ECSEL (intelligente Elektronik); EUROSTARS (Unterstützung for innovative KMUs); EUREKA (Kooperation von Unternehmen und Forschungsinstituten).

Des Weiteren werden die aus EU-Mitteln (Strukturfonds) finanzierten ungarischen Operationellen Programme für Forschungsförderung und Innovation vom Büro betreut. 

Der Nationale Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsfond fördert Projekte auch von Einzelpersonen und Forschergruppen. Anträge sind online und in englischer Sprache zu erstellen. Der Projektleiter/die Projektleiterin muss über einen Arbeitsvertrag oder Werkvertrag mit der AUB verfügen.

Die Förderquote beträgt i.d.R. 100%, wobei sich die Personalkosten an den ungarischen Vorgaben bezüglich der Löhne im Hochschulwesen orientieren. Die Ausschreibungen im Bereich RDI gliedern sich wie folgt:

  • Forschungsprojekte "Kutatási témapályázatok" (K_): Ausschreibung für erfahrene Forscher
  • Forschungsprojekte "Fiatal kutató által kezdeményezett kutatási témapályázat" (FK_): Ausschreibung für Forscher unter 40 jahren
  • Exzellenzprogramm für Forscher "Élvonal - kutatói kiválóság programm" (KKP_): Ausschreibung für international herausragende Forscher
  • Förderprogramm für Forschergruppen mit internationalem Erfolg "Jelentős nemzetközi hatású, kiemelkedő eredményeket elért kutatócsoportok támogatása" (KKH_): Ausschreibung für international anerkannte Forschergruppen
  • Förderung von internationalen Forschungsprojekte ("Nemzetközi együttműködésen alapuló kutatási témapályázatok", NN_)
  • Exzellenzprogramm für Postdocs ("Posztdoktori kiválósági program", PD_): Finanzierung der Lohnkosten der Postdocs

Bilaterale Zusammenarbeit (Kétoldalú tudományos és technológiai együttműködés támogatása - TéT): gefördert wird Mobilität im Rahmen von bilateralen Forschungsprojekten, wobei je nach Relation nur bestimmte Wissenschaftszweige gefördert werden. 

 

Förderprogramme - Erasmus+

Das Programm besteht aus 4 Komponenten, die z.T. zentral in Brüssel, z.T. dezentral in den Mitgliedstaaten koordiniert werden. In Ungarn wird die Verwirklichung der Erasmus+ Projekte von der Tempus Közalapítvány koordiniert. Die detailierte Ausschreibungen für die Förderperiode von 2021-2027 sind am 25. März 2021 veröffentlicht worden, die Version vom 8. April 2021 ist gültig. 

Außer den Mobilitätsprogrammen für Studierende und Lehrende, über die Sie sich hier informieren können, bietet das Erasmus+ Programm zahlreiche Fördermöglichkeiten für Projekte, die der Weiterentwicklung und Verbesserung der Qualität der Lehre im Hochschulbereich unterstützen.

Die Finanzierung erfolgt meist auf Grund von Einheits- und Pauschalbeträgen. Die Finanzierungsquote ergibt sich daher jeweils aus der Differenz zwischen den tatsächlichen Kosten und den Einheits-, bzw. Pauschalbeträgen; wenn die tatsächlichen Kosten erstattet werden, liegt die Förderquote meist bei 80%. 

Das Erasmus+ Programm ist in folgende Maßnahmen unterteilt, Informationen in deutscher Sprache finden Sie auch hier:

  1. Key Action 1 umfasst die „klassische” Erasmus-Moblilität für Studierende und Lehrende 
  2. Key Action 2 dient der Innovation in der universitären Lehre und umfasst u.a. Cooperation Partnerships, Erasmus Mundus Joint Masters, Allianzen für Innovation, Capacity building, European Universities sowie Jean-Monnet-Aktivitäten, wo universitäre Lehre zu EU-bezogenen Thematiken sowie die Diskussion und Verbreitung von Informationen über die EU gefördert wird
  3. Key Action 3 unterstützt die Entwicklung von neuen Strategien in den Bereichen Bildung und Jugend, z.B. Treffen von Jugendlichen mit Entscheidungsträgern

Ausführliche Informationen über die Ausschreibungen finden Sie im Erasmus+ Programme Guide (8. April 2021). Hier folgt eine Zusammenfassung der für den Hochschulbereich relevanten Maßnahmen:

Erasmus Mundus Joint Master

Die Einführung gemeinsamer Erasmus-Mundus-Masterabschlüsse soll zu Qualitätsverbesserungen, Innovation, Spitzenleitungen und Internationalisierung in Hochschuleinrichtung beitragen. Anträge für gemeinsame Masterstudiengänge müssen schon bei der Antragstellung vollständig ausgearbeitete gemeinsame Studienprogramme enthalten. 

Cooperation Partnerships

Diese länderübergreifende Kooperationen, an denen mindestens drei Organisationen aus drei unterschiedlichen Programmländern teilnehmen, sollen der Entwicklung, dem Transfer und/oder der Umsetzung von Innovationen und von gemeinsamen Initiativen zur Förderung der Zusammenarbeit dienen. Im Rahmen dieser Projekte können vielfältige Aktivitäten durchgeführt werden: z.B. Entwicklung von neuen Lehrplänen, Förderung der Zusammenarbeit zwischen Studierenden und Unternehmen, Aufbau inklusiver Hochschulsysteme.

Alliances for Innovation

Innovationsallianzen sind länderübergreifende, ergebnisorientierte Projekte in Zusammenarbeit von Hochschuleinrichtungen und Unternehmen.  

Kapazitätsaufbau (Capacity Building) im Hochschulbereich

Ziel ist die Modernisierung, Verbesserung der Zugänglichkeit und Internationalisierung des Hochschulbereichs in den sog. Partnerländern durch folgende Maßnahmen: 

• Unterstützung bei der Bewältigung der Herausforderungen im Zusammenhang mit der Qualität, der Relevanz, des gleichberechtigten Zugangs, der Planung, Bereitstellung, der Verwaltung und der Governance;
• Beitrag zur Zusammenarbeit zwischen der EU und der förderfähigen Partnerländer
• Förderung der freiwilligen Konvergenz mit EU-Entwicklungen in der Hochschulbildung;
• Förderung persönlicher Kontakte und Unterstützung von interkulturellem Bewusstsein und Verständnis.

Es werden zwei Arten von Kapazitätsaufbauprojekten unterstützt:

• Gemeinsame Projekte, die auf Ergebnisse abzielen, die hauptsächlich und direkt den Organisationen aus den am Projekt beteiligten förderfähigen "Partnerländern" zugutekommen. Förderfähige Aktivitäten: Entwicklung des Curriculums; Modernisierung von Governance, Verwaltung und Betrieb von Hochschuleinrichtungen; Stärkung der Beziehungen zwischen Hochschuleinrichtungen und deren wirtschaftlicher und sozialen Umgebung.
• Strukturprojekte mit dem Ziel, die Hochschulsysteme zu verbessern und Reformen auf nationaler und/oder regionaler Ebene in den Partnerländern zu fördern. 

Jean Monnet-Aktivitäten

Jean-Monnet-Maßnahmen sollen Spitzenleistungen in Lehre und Forschung im Zusammenhang mit weltweiten EU-Studien und den Dialog zwischen dem Hochschulbereich und politischen Entscheidungsträgern fördern, um insbesondere die Governance in der EU-Politik zu verbessern. Die Förderquote beträgt 75-80%. Folgende Maßnahmen werden 2021-2022 gefördert: 

• Jean-Monnet-Module: kurze Lehrprogramme (oder Kurse) zu europäischen Integrationsstudien an Hochschuleinrichtungen, in einem Umfang von mindestens 40 Stunden pro Studienjahr. Es sollen vielfältigeren Gruppen von Lernenden und interessierten Bürgern Informationen über die Europäische Union vermittelt werden.  
• Jean-Monnet-Lehrstühle: sind Lehrstühle von dreijähriger Dauer mit einer Spezialisierung in EU-Studien. Ein Jean-Monnet-Lehrstuhl ist immer an einen Professor gebunden, und dessen damit verbundene Lehrtätigkeit muss pro Studienjahr mindestens 90 Stunden umfassen. 
• Jean-Monnet-Spitzenforschungszentren: tragen dazu bei, Studierende aus normalerweise nicht mit EU-Themen befassten Fakultäten sowie politische Entscheidungsträger, Beamte, Organisationen der Zivilgesellschaft und die breite Öffentlichkeit zu erreichen. 

Die Ausschreibungen erfolgen erst 2022:

• Jean-Monnet-Unterstützung für Einrichtungen und Vereinigungen: sind offiziell registrierte Vereinigungen von Professoren und Forschern, mit einem unabhängigen rechtlichen Status. Ihr Zweck ist, zum Studium des europäischen Integrationsprozesses beizutragen, durch Anwesenheit auf regionaler, nationaler oder supranationaler Ebene. 

• Jean-Monnet-Netze: im Rahmen dieser Maßnahme werden Projekte gefördert, die auf nationaler Ebene nicht erfolgreich durchgeführt werden könnten, sondern die Einbeziehung von mindestens drei Partnereinrichtungen aus drei verschiedenen Ländern erfordern. Sie tragen dazu bei, dass der europäische Integrationsprozess in der ganzen Welt vorangetrieben wird. 

• Jean-Monnet-Projekte: unterstützen Innovationen, gegenseitige Bereicherungen und die Verbreitung von Informationen über die Europäische Union.  

Förderprogramme - Visegrad Fund

Der Visegrad Fund ist eine Initiative der vier Visegrad-Staaten Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn. Der Fonds bietet außer Stipendien und Künstlerstipendien Fördermöglichkeiten für Projekte verschiedenster Art auch im Hochschulbereich an.  

Für alle Ausschreibungen gilt ausnahmslos: Um förderfahig zu sein, muss das Projekt einen starken thematischen Bezug zu den V4-Staaten aufweisen können. Normalerweise müssen Organisationen aus allen vier Visegrad-Staaten aktiv am Projekt teilnehmen, falls nicht alle V4-Staaten vertreten sind, muss dies begründet werden (mit Ausnahme von lokalen Cross-Border-Projekten in grenznahen Regionen). Projekte mit Mitwirkung von NGOs und lokalen Selbstverwaltungen werden bevorzugt behandelt. Pro Institution kann (als Koordinator) nur ein Antrag eingereicht, bzw. ausgeführt werden. 

Visegrad Grants: Anträge können dreimal jährlich eingereicht werden (1. Februar, 1. Juni, 1. Oktober). Es müssen mindestens drei Institutionen aus drei V4-Länder am Projekt beteiligt sein. Die Projektdauer liegt bei maximal 18 Monaten, die Förderquote bei 100%, wobei aber nicht alle Kosten förderfähig sind. z-B. Personalkosten können nicht abgerechnet werden. Bei Projekten über 10.000 Euro muss die Abrechnung von einem externen Buchprüfer begutachtet werden. 

Visegrad+ Grants: unterstützen Demokratisierungs- und Transformationsprozesse im Westbalkan und in den östlichen Partnerschaftsländern. Anträge können dreimal jährlich eingereicht werden (1. Februar, 1. Juni, 1. Oktober). Es müssen mindestens drei Institutionen aus drei V4-Länder, sowie mindestens ein Westbalkan-Staat oder ein östliches Partnerschaftsland am Projekt beteiligt sein. Förderquote: 100%, Laufzeit: 18 Monate.

Stragetic Grants werden zu jährlich wechselnden Prioritäten ausgeschrieben. Am Projekt müssen alle vier V4-Staaten beteiligt sein. Die Laufzeit beträgt 12-36 Monate, die Förderquote beträgt 100%. 

 

Förderprogramme - Danube Transnational Programme

Das Danube Transnational Programme (Interreg) fördert Großprojekte, die mit den Prioritäten der EU-Strategie für den Donauraum zusammenhängen. Die Projekte sollen auch als "policy drivers" dienen und nationale, regionale und lokale politische Ansätze beeinflussen. Bei der Projektgestaltung ist zu beachten, dass die Anträge jeweils konkrete Lösungen für konkrete Probleme der Region vorschlagen und umsetzen müssen ("intervention logic"). Reine Forschungsprojekte werden nicht gefördert. 
Das Programm wird von einem im ungarischen Wirtschaftsministerium angesiedelten Sekretariat verwaltet. 

Das Programm (2016-2020) gliederte sich in vier Prioritäten und die dazugehörenden "Specific Objectives":

  1. Innovative und sozial verantwortliche Donauregion (Bessere Rahmenbedingungen für Innovationen, Stärkung der Kompetenzen für soziale und wirtschaftliche Innovation). 
  2. Umwelt- und kulturverantwortliche Donauregion (Wassermanagement, nachhaltige Nutzung von Natur- und Kutlurgütern, ökologische Korridore).
  3. Besser vernetzte und energieverantwortliche Donauregion (umweltfreundliche Transportmittel, Erschließung längdlicher Regionen, Energieeffizienz u.Ä.). 
  4. Gut regierte Donauregion (Verbesserung institutioneller Kapazitäten zur Bewältigung gesellschaftlicher Probleme, Unterstützung der Governance und der Umsetzung der Donaraumstrategie)

 Die Programmlinien ab 2021 werden zurzeit ausgearbeitet, Informationen dazu finden Sie hier

Förderprogramme - EWR- und Norwegen-Zuschüsse, Schweizer Erweiterungsbeitrag

Die Zuschüsse des EWR, Norwegens, sowie des Schweizer Erweiterungsbeitrags ("Kohäsionsfonds") zielen darauf ab, die Entwicklung der neuen EU-Mitgliedstaaten im Rahmen von Partnerschaften zwischen Organisationen aus den Donorstaaten Island, Norwegen und Liechtenstein bzw. der Schweiz und deren Partnerorgansationen in den neuen Mitgliedstaaten zu fördern. Dies beinhaltet auch die Förderung von Kooperationen und Projekten im Hochschulbereich. 

Die erste Programmperiode (2009-2014, bzw. Schweiz ab 2008) lief aus; die Details der Weiterführung der EWG- und Norwegen-Zuschüsse, bzw. die Zukunft des Schweizer Erweiterungsbeitrags sind für Ungarn zur Zeit noch nicht geklärt. 

 

Förderprogramme - Projektbezogener Personenaustausch DAAD-TKA

Im Rahmen der bilateralen Kooperation zwischen dem DAAD und der Tempus Öffentlichen Stiftung (Tempus Közalapítvány, TKA) können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit einem Arbeitsvertrag an der AUB im Rahmen des Programms "Projektbezogener Personenaustausch" (ungarisch: "Projektalapú kutatócsere-programm"). Zuschüsse für projektbezogene Forschungsaufenthalte mit einer Dauer von höchstens einem Monat in Deutschland erhalten.

Die Anträge müssen jeweils mit gleichem Inhalt parallel von den Forschenden in Ungarn bei der Tempus Stiftung und deren Projektpartnern in Deutschland beim DAAD eingereicht werden und werden von den beiden Institutionen gemeinsam beurteilt. Es muss sich um ein bisher anderweitig nicht gefördertes, neues Projekt mit einer Laufzeit von 1 oder 2 Jahren handeln. 

Es werden Reise- und Aufenthaltskosten in, bzw. aus beiden Richtungen in Höhe von max. 920.000 HUF von der Tempus Stiftung, bzw. in Höhe von max. 7.000 EUR vom DAAD finanziert. Jedes Jahr werden 5-6 Projekte gefördert, der Eingabetermin ist meistens im Frühjahr.

Weitere Informationen finden Sie in deutscher Sprache auf der Homepage des DAAD. Der Antrag in Ungarn ist online bei der Tempus Stiftung einzureichen. 

Förderprogramme - CEEPUS Programm

Das CEEPUS-Programm (Central European Exchange Program for University Studies) unterstützt die Zusammenarbeit von Hochschuleinrichtungen in der Region. Partnerstaaten sind neben Ungarn Albanien, Österreich, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, Tschechien, Mazedonien, Moldawien, Montenegro, Polen, Rumänien, Serbien, Slowakei, Slowenien und der Kosovo. Es finanziert den Austausch von Lehrenden und Studierenden in erster Linie im Rahmen von Lehrstuhlnetzwerken, die möglichst auch das Ausarbeiten eines Joint Degree anstreben. Im Rahmen des CEEPUS Programms können die Lehrstuhlnetzwerke u.A. auch Sommerschulen organisieren. Die Stipendien (bzw. Kontingente) werden im Gegensatz zu Erasmus-Stipendien jeweils vom Gastland angeboten. 

Lehrstühle können sich auch schon bestehenden Netzwerken anschließen, d.h. es ist nicht nötig, parallele Netzwerke aufzubauen. Eine Liste der schon bestehenden Netzwerke finden Sie hier.

Zuständig ist die Tempus Stiftung.

Förderprogramme - MTA Lendület

Das "Lendület"-Programm der Ungarischen Akademie der Wissenschaften ermöglicht es seit 2009 jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unter 45 Jahren, für einen Zeitraum von höchstens 5 Jahren eine eigene Forschungsgruppe an der Akademie oder einer ungarischen Universität zu gründen. Das Programm hat es zum Ziel, herausragenden ungarischen Talenten eine Karrieremöglichkeit in Ungarn zu bieten bzw. sie hier zu halten, den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der Akademie und der ungarischen Universitäten zu fördern. 

Gefördert werden auch auf internationalem Niveau wettbewerbsfähige Forschungsprojekte mit innovativem Ansatz. 

Das Programm unterscheidet 2 Kategorien:

Lendület I.: Antragsteller unter 38 Jahren (ohne Elternzeit), die Fördersumme beträgt jährlich 20-50 Millionen HUF/Jahr; der Antragsteller verpflichtet sich, vor dem Abschluss des Projekts einen ERC-Antrag einzureichen. 

Lendület II.: International erfolgreiche Forschende zwischen 38-45 Jahren (ohne Elternezit); die Fördersumme beträgt 20-60 Millionen HUF/Jahr; der Antragsteller/die Antragstellerin verpflichtet sich, vor Abschluss des Projekts einen Consolidator oder Advanced Grant beim ERC oder einen Förderantrag bei einem vergleichbaren internationalen Fördergeber einzureichen. 

Die Ausschreibung erfolgt i.d.R. einmal jährlich im Dezember/Januar, der Antrag ist im März elektronisch einzureichen. 

Förderprogramme - Informationen für an die AUB entsandte WissenschaftlerInnen

Grundsätzlich können Drittmittelanträge auch von Personen eingereicht werden, die an die AUB entsandt wurden und daher kein Arbeitsverhältnis mit der AUB haben. Gegebenenfalls muss aber die entsendende Institution (d.h. Ihre „Heimatuni“) miteinbezogen werden, damit Ihre Personal- und Reisekosten abgerechnet werden können – beachten Sie bitte jeweils die Vorgaben der Ausschreibung. Es kann auch sinnvoll sein, den Antrag als AngestellteR Ihrer Heimatuni zusammen mit einem Kollegen/einer Kollegin von der AUB einzureichen und beide Universitäten als Partnerinstitutionen ins Projekt miteinzubeziehen.

Zudem besteht für Sie die Möglichkeit, die nationalen Förderprogramme Ihres Heimatstaates zu nutzen, falls deren Vorgaben dies ermöglichen. 

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