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Projekt

Deutschschreibende AutorInnen des Königreichs Ungarn zwischen 1800 und 1848

Deutschschreibende AutorInnen des Königreichs Ungarn zwischen 1800 und 1848

Das Projekt widmet sich der Analyse der Geschichte deutschsprachiger Literatur als Minderheiten(?)- und/oder Regionalliteratur bzw. als “kleine Literatur” zwischen 1800 und 1849 bzw. möchte mit dem Ungarn-Image (als Eigen- und/oder Fremdbild) dieser Literaturszene auseinandersetzen . Die Geschichte der deutschsprachigen Literatur im/aus dem Königreich Ungarn geht zwar laut mancher Forscher bis ins Mittelalter zurück, tatsächlich etablierte sich aber eine ausgeprägte “ungarndeutsche” Literaturszene erst um 1800, also nach dem Ende der sog. Schwabenzüge. In den ersten Jahrzehnten prägte dann die deutschsprachige Literatur das Kultur- und Literaturleben im Königreich Ungarn maßgebend (denken wir nun an die Tätigkeit der Autoren Schedius, Rumy, Pyrker, Glatz etc.), bis die nationalen Bestrebungen des „Reformzeitalters“ und die intensivierende Magyarisierungspolitik die Rahmenbedingungen der florierenden deutschsprachigen Literaturszene grundsätzlich veränderten. Vor diesem historischen Hintergrund liegt das Erkenntnisinteresse des Projektes darin, die folgenden Fragen zu beantworten: Was für ein Ungarnbild wird in den Werken deutschschreibender Autoren mit Hungarus-Bewusstsein ersichtlich? Wie reagierten sie auf die historisch-politischen Veränderungen ihrer Zeit und wie gingen sie mit diesen um? Wie wurden ihre Werke im deutschsprachigen Raum (vor allem aber in Österreich) rezipiert? 
 
Ein Teil des Projekts realisiert sich im Rahmen des Franz Werfel-Stipendiums des Österreichischen Austauschdienstes (OeAD).
 
Publikationen (Auswahl):
  •  Johann Graf Mailáth und Ferenc Kazinczy – Die Geschichte einer langjährigen (Brief)Freundschaft. In: Jahrbuch der ungarischen Germanistik (2018)
  • Sprache und Identität deutschschreibender Autoren im Königreich Ungarn zwischen 1800 und 1848. Johann Graf Mailáth und die Pyrker-Debatte. In: Jahrbuch des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa 26 (2018)
  • Deutschsprachige Literatur im Königreich Ungarn zwischen 1800 und 1848 – Versuch einer methodologischen Annäherung. In: Text& Kontext 39 (2017), 7–27 (ISSN: 0105-7014).
  • Tendenzen der Ungarnrezeption in der deutschsprachigen Literatur zwischen 1686 und 1848. In: Großwardeiner Beiträge zur Germanistik. Wien: Praesens 2016, S. 37–47. ISBN 978-3-7069-0913-6
  • Die Prager Deutsche Literatur als 'kleine(re) Literatur'?: Zur Anwendbarkeit des Konzepts von Deleuze und Guattari im Kontext deutschsprachiger Regionalliteraturen in Mitteleuropa. In: Text und Kontext: Jahrbuch für germanistische Literaturforschung in Skandinavien 38 (2016), S. 7–23. ISSN: 0105-7014

Tagungen/Vorträge (Auswahl):

  • 27. September 2018: Zwischen Sprachen und Kulturen - Gaal, Mednyánszky und Mailáth als transkulturelle Vermittlerfiguren; V. Jahrestagung des Forschungszentrums für Deutsch in Mittel- und Südosteuropa; Universität Regensburg.
  • 7. September 2018: Graf Johann Mailáth - Ein ungarischer Schriftsteller und österreichischer GeschichtsschreiberKollektive Fremd- und Selbstbilder: Zwischen Imagologie und Dekonstruktion; Jahrestagung des Literatur- und Kulturwissenschaftlichen Komitees der Österreichischen und der Ungarischen Akademie der Wissenschaften.
  • 4.–7. Juni 2018: Eine ungarische Trias in Wien – Gaal, Mednyánszky und Mailáth als Vermittler der ungarischen Literatur und Kultur in Wien; 11. Internationaler Kongress der Germanisten Rumäniens; Lehstuhl für Germanistik CUP Oradea.
  • 10–.15 Dezember 2017: Erinnerungskultur deutschschreibender Hungari zwischen 1800 und 1848; Erinnerungskulturen in Mitteleuropa; Akademie Mitteleuropa, Bad Kissingen
  • 7. –10. Dezember 2017: Der Almanach Iris als Beispiel des Kulturtransfers zwischen Wien und Ofen-Pest; Kulturelle Zirkulation im Habsburgerreich – Der Kommunikationsraum Wien (Universität Wien/Hungarologie), Drosendorf
  • 7.–9. September 2017: Held und Opfer oder Verräter des Christentums? Zum Thököly-Bild Gottfried Tobias Schröers im Kontext der literarischen Thököly-Darstellungen im deutschen Sprachraum; Opfermythen in Zentraleuropa – Jahrestagung des Literatur- und Kulturwissenschaftlichen Komitees der Österreichischen und der Ungarischen Akademie der Wissenschaften; Collegium Hungaricum, Wien
Projektleiter(Innen): Dr. Orsolya LÉNÁRT
Wissenschaftsbereich(e): Geschichtswissenschaft
Forschungsschwerpunkt: Forschungsschwerpunkt 3: Identitätsbildung: Nationalitäten, Kulturen und Minderheiten
Status des Projektes: Aktiv
Projektbeginn: 1. Dezember 2016
2020-9 Oktober 2020 2020-11
 
 
 
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