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Workshop „Ressourcen für interkulturelle Jugendprojekte – Team, Fundraising, Kommunikation"
Interkulturelle Projektarbeit aus erster Hand erleben. Studenten nahmen an dem Workshop „Ressourcen für interkulturelle Jugendprojekte – Team, Fundraising, Kommunikation", geleitet durch Experten der Leipziger Stiftung ‚Elemente der Begeisterung‘ teil

Am 18. März lud das von Studierenden der Andrássy Universität koordinierte Young Citizens Danube Network (YCDN) zu ihrer ersten Veranstaltung des noch jungen Sommersemesters ein. Der zweistündige Workshop markierte zugleich den Auftakt in der Zusammenarbeit mit der Leipziger Stiftung ‚Elemente der Begeisterung‘ (EdB). Unter dem Dach dieser Stiftung wurde das YCDN nämlich im vergangenen Herbst als selbstständiges Stiftungsprojekt rechtlich integriert, um die hiermit übertragenen Kompetenzen wie die Antragstellung auf öffentliche Fördermittel, aber auch die Gründer-Expertise der jungen Stifter aus Leipzig nutzen zu können. Unter der Überschrift „Ressourcen für interkulturelle Jugendprojekte – Team, Fundraising, Kommunikation“ ließen Robert Biskop und Oliver Janke, Gründer und Geschäftsführer der EdB, die Workshop-Teilnehmer an ihren Erfahrungen und ihrer Expertise in der interkulturellen Projektarbeit aus erster Hand teilhaben. Unterstützt wurden sie dabei von Dennis Denuel, der als YCDN-Mitstreiter die Aktivitäten des Netzwerks von Düsseldorf aus bereichert. 

In einer theoretischen Einführung zeigte Robert Biskop die Fallstricke interkultureller Projektteams auf, deren Konstellation die Identifikation und Festlegung eines gemeinsamen Zieles nicht immer einfach mache. Arbeite man mit Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammen, sei es wichtig, seinen „interkulturellen Autopiloten“ abzuschalten. Dieser sei einem jeden von uns allerdings zunächst wesenseigen, da die Identifikation und der Drang zur Gruppenzugehörigkeit Seinesgleichen eine Überlebensstrategie in der menschlichen Evolution gewesen sei.

Heutzutage sei dieser Schutzmechanismus allerdings für die meisten Menschen glücklicherweise obsolet geworden. In der interkulturellen Zusammenarbeit könne er aber dennoch Störfeuer senden, da er unnötigerweise die Kontrolle im individuellen Verhalten übernehmen könnte, und somit schnell eine Abgrenzung gegenüber Anderen – bewusst oder gar auch gänzlich unbewusst – herbeiführen kann.  Dabei böten aber gerade interkulturelle Projekte einen Rahmen, in denen entlang der Harvard-Methode interkultureller Kommunikation – statt einer Kompromisslösung zwischen den unterschiedlichen Zielen zweier Partner solle ein drittes, gemeinsames Ziel oberhalb der Satisfaktionskurve beider Partner gesucht werden – ungeahnte Ideen und Potenziale abgerufen werden könnten: das sprichwörtliche „über den Tellerrand schauen“. Im zweiten Teil des Workshops ließen sich die Teilnehmer von den Referenten zu ihren ganz eigenen interkulturellen Projektideen „coachen“, wie beispielsweise der Organisation einer internationalen Summer School in Eritrea. Im intensiven Zweiergespräch wurden die Projektideen der Teilnehmer entlang der idealtypischen Planungsschemata, wie dem Beziehungskreis-Diagramm in der Akquise von Fördermitteln, strukturiert. Tenor der Einheit war, dass eine durchdachte Planung entlang realistischer Meilensteine, die auch einen konstruktiven Umgang mit scheiternden Vorhaben beinhaltet, den Weg von einer enthusiastischen Idee zu einem begeisternden Projekt erheblich erleichtert. Das Young Citizens Danube Network und die Stiftung ‚Elemente der Begeisterung‘ können den Teilnehmern, wie auch allen anderen interessierten und sich engagieren wollende jungen Menschen, einen ressourcenreichen Hafen zur Verwirklichung ihrer Ideen geben.

Autor: Torben Otte

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