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Uniblog: Kölle ohne Alaaf
Dieses Jahr ist es wieder so weit, die fünfte Jahreszeit ist da. Aber dieses Mal ist es anders, alles ist so ruhig.

Genau zehn Jahre ist es her, dass ich meinen ersten Karneval in Köln gefeiert habe. Ich erinnere mich: Ich verkleidete mich als Morticia von der Addams Family. Langes, schwarzes Kleid, lange schwarze Perücke, ein bisschen weißes Puder und ich sah aus wie eine halbtote Frau. Ich sprach noch kaum Deutsch, aber meine Freunde luden mich in eine Kölsche Kneipe ein, wo wir tanzten, und ich summte die Karnevalslieder mit.  Das war ein großes Erlebnis für mich, mit vielen unvergesslichen Momenten und vielleicht auch einem kleinen Kulturschock, obwohl die Ungarn ja auch gerne feiern.

Seitdem freute ich mich jedes Jahr auf Karneval, überlegte mit meinen Freunden Kostümideen und war mal ein feines Macaron, mal ein Hippie oder eben das ungarische Volksmädchen. Ich sah jedes Jahr fantasievolle Kostüme auf den Straßen. Ich fuhr Straßenbahn mit Piraten, Ballerinen, Polizisten, Clowns und anderen Figuren. Ich stand hinter einem Einhorn an der Kasse im Supermarkt, ich summte Karnevalslieder während meines Wocheneinkaufs und aß jede Menge Berliner.

Dieses Jahr ist es wieder so weit, die fünfte Jahreszeit ist da. Aber dieses Mal ist es anders, alles ist so ruhig. Auf den Kölner Straßen sehe ich keine kostümierten Menschen, höre ich keine Lieder. Es ist Kölle, aber eben ohne Alaaf …

Fatime PÁLL

 

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