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Uniblog: Jeden Tag Ferien?
Wahnsinn, wie schnell die ersten zwei Monate unseres Sommersemesters vergangen sind! Wir haben bereits die Semestermitte erreicht, und auch die Osterferien liegen schon wieder hinter uns.

Ostern feiert man in vielen Orten der Welt. Die ungarischen Frauen machen sich zum Beispiel hübsch an diesem Tag, decken den Tisch mit verschiedenen Leckereien, wie Schinken, Wurst oder “sárgatúró”, und warten dann auf die männliche Verwandtschaft. Die Männer werfen sich auch in Schale, nehmen angenehme Parfüms mit und besuchen die Damen. Sie sagen ein kleines Gedicht auf und „begießen“ die Frauen mit Parfüm. Als Belohnung bekommen sie kleine Schokoeier und Geld, die Großen dürfen einen Schnaps trinken und sich auf die Leckereien auf dem Tisch freuen. In ländlichen Gegenden begießt man die Frauen mit einem Eimer Wasser, was weniger spaßig für die Frauen ist, aber nun mal einer Tradition folgt. Wenn du als Frau „begossen“ wirst, dann wirst du das ganze Jahr über blühen, heißt es. Ich liebte es immer sehr, Ostern in Ungarn feiern. Als ich klein war, habe ich immer aufgeschrieben, wie viele unserer Verwandtschaft uns Frauen „begossen“ haben, und ich war immer neidisch auf meinen Bruder, der mit einer großen Menge Schokolade nach Hause kam. Als ich größer wurde, haben mein Papa und mein Bruder den Ostermorgen damit begonnen, dass sie meine Mama, meine Schwester und mich noch im Halbschlaf unter die Dusche gebracht haben. Dann war es ziemlich laut bei Familie Páll, wir Frauen schrien und lachten. Es ist eine seltsame Tradition, aber es macht sehr viel Spaß. Dieses Jahr, muss ich ehrlich sagen, wäre ich gern in der Wanne gelandet.

Dieses Jahr feierte ich Ostern in Köln. Irgendwie war das anders: sehr ruhig, gemütlich und hundertprozentig trocken. Es kam gar kein richtiges Feriengefühl auf. Ist in der letzten Zeit nicht jeder Tag ein bisschen wie Ferien? Während der Pandemie habe ich genau dieses Gefühl. Klar, ich habe eine Arbeit, aber oft habe ich auch Homeoffice. Die Uni läuft auch, aber wir haben Online-Veranstaltungen. Zwischen meiner Arbeit und den Vorlesungen und Seminaren kann ich locker den Haushalt erledigen, ich habe Zeit für mich selbst, ich habe keinen Stress und muss mir keine Gedanken darüber machen, wie ich alles schaffen soll. Irgendwie entspannt mich die Pandemie.

Wie geht es euch: Hattet ihr ein schönes Osterfest? Habt ihr auch das Gefühl, dass jeder Tag wie ein Ferientag ist? Schreibt mir gern eure Erlebnisse an die folgende E-Mail-Adresse: fatime.pall@andrassyuni.hu

Fatime PÁLL

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