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Uniblog: Der Mohácser Faschingsumzug fällt dieses Jahr aus
Obwohl wir Ungarn nicht so karnevalbesessen sind wie viele Deutsche, feiern auch wir eine Art Fasching.

Im südlichen Teil Ungarns gibt es eine kleine, putzige Stadt namens Mohács. Das Städtchen liegt nahe der Grenze zu Kroatien und zu Serbien. Hier wird jedes Jahr der sogenannte Busó-Gang (busójárás) veranstaltet. Die Tradition geht auf eine slawische Bevölkerungsgruppe, die Schokatzen, zurück, die jetzt zu einem großen Teil in Kroatien, aber auch in Serbien sowie im Süden von Ungarn, im Komitat Baranya leben. Der Ursprung des Faschingsgebrauchs wird auf die historische Zeit der Herrschaft von Osmanen zurückgeführt. Laut der Legende vertrieben die Schokatzen die Osmanen mit den gruseligen Masken, den tierischen Kostümen und den lauten Instrumenten. Die Osmanen haben sich erschreckt und das kleine Stück Land Mohács verlassen. In Ungarn geht auch die Legende um, dass die maskierten Männer Ungaren waren und von einem Ritter gegen die Osmanen in Mohács geführt wurden. So wurde die kleine Stadt frei, und seitdem feiern die Einwohner jedes Jahr diese Befreiung. Der traditionelle Maskenkarneval diene der Vertreibung des Winters, heißt es. Der Busó-Gang gilt auch als ein altes Fruchtbarkeitsritual, was besonders den Kroaten wichtig ist.

Der Busójárás in Mohács gehört seit 2009 zum immateriellen Weltkulturerbe der UNESCO. Dieses Jahr fällt der Busó-Gang wegen der Pandemie leider aus. Aber wenn du Lust hast, einen schönen Ausflug zu machen, ist Mohács auf jeden Fall einen Besuch wert. Von Budapest-Keleti (Ost)Bahnhof gibt es Züge nach Mohács, und der Vollpreisticket kostet nur 5315 Forint.

Fatime PÁLL

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