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Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen
Auf Einladung von Dr. Tim Herberger gab Herr Professor Dr. Jens Geißler FOM Hamburg) einen Einblick in aktuelle Entwicklungen im deutschen Gesundheitswesen im Kontext der Digitalisierung mit besonderem Fokus auf die elektronische Patientenakte.

Im Rahmen der im Wintersemester öffentlich stattfindenden Kamingespräche des Studiengangs MML, die auch finanziell durch Mittel aus der ungarischen Exzellenzförderung unterstützt werden, hielt Herr Professor Dr. Jens Geißler, Professor für Gesundheits- und Sozialmanagement an der FOM in Hamburg, einen Vortrag mit anschließender Diskussion zum Thema „Elektronische Patientenakten und automatisierte Prozesse: Chancen und Risiken aus der Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen“. Sehr erfreulich war die ausgesprochen hohe Teilnehmerzahl von Studierendenseite sowie die große Zahl an Universitätsgästen, was letztlich auch auf die große Relevanz und das breite Interesse in der Gesellschaft an dieser Thematik schließen lässt.

Der Vortrag zeigte sehr anschaulich, welche Potentiale durch die Digitalisierung im Gesundheitswesen bestehen. Das Vermeiden von Todesfällen durch Fehlmedikation sowie -diagnosen oder die Reduzierung von Kosten aus oftmals unnötigen wiederholten Diagnosevorgängen sind nur zwei der zahlreichen Chancenfelder, die in der weiteren Digitalisierung der Gesundheitsbranche liegen. Ebenfalls stellte der Vortrag aber auch klar heraus, dass durch das sehr komplexe Gebilde sozialer Sicherungssysteme und der heterogenen Motivations- und Interessenslagen der beteiligten Stakeholdergruppen eine Realisierung dieser Potentiale nicht nur häufig zeitlich verzögert wird, sondern auch deren Realisierung und Implementierung erhebliche Kosten verursacht. Insbesondere zeigt sich dies bei der Einführung der elektronischen Patientenakte in Deutschland, die zwar seit Anfang der 2000er Jahre politikseitig versprochen wird, deren Einführung aber nach wie vor auf sich warten lässt. Herr Prof. Geißler betonte hierbei, dass die in diesem Zusammenhang bereits verursachten Kosten, problemlos mit den Kosten des bisher nicht eröffneten Berliner Großflughafens mithalten könnten; nur das dieser Umstand in der öffentlichen Diskussion kaum bekannt sei. Auch die Thematik Schutz hochsensibler Gesundheitsdaten war in den Nachfragen aus dem Auditorium und der anschließenden Diskussion in jenem ein sehr diskutierter Themenbereich.     

Dieser Gastvortrag bildete den Startschuss für einen intensiveren Forschungsaustausch zwischen dem Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insb. Entrepreneurship, Finanzwirtschaft und Digitalisierung an der AUB und Herrn Professor Jens Geißler auf den Feldern Digitalisierung, und Risikomanagement im Kontext der Gesundheitsbranche.

 

Die Kamingespräche werden am Dienstag, 29.10.2019, 19.30 Uhr im Andrássy Saal der AUB mit einem Gastvortrag von Herrn Professor Dr. Matthias Seeler, Professor für General Management an der IUBH-Fernstudium, mit dem Thema „Corruption in Africa and what we can learn from it” fortgesetzt. Die interessierte Öffentlichkeit sowie alle Angehörigen der Universität sind natürlich zu dem Vortrag sowie zu der anschließenden Diskussion herzlich eingeladen.

 

Dr. Tim Alexander HERBERGER

Foto: Dr. Tim Alexander HERBERGER

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