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Die Wahrheit aller Wahrheiten – „Institute of Truth“
Gibt es eine universelle Wahrheit, aus der wir das Wissen schöpfen können? Kann man im Zeitalter von Fake News, Social Media und Cyber Propaganda von einer neutralen Berichterstattung sprechen oder müssen wir uns in eine neue Ära begeben?

Das interaktive Theaterstück „Institute of Truth“ beschäftigt sich mit genau diesen Fragen und wurde am 2. Juni 2020 um 19 Uhr per Livestream auf Facebook uraufgeführt.

Der Abschlussjahrgang von „Mitteleuropäische Studien: Diplomatie“ hat auch dieses Jahr gemeinsam mit Dr. Márton Méhes im Seminar „Angewandte Kulturdiplomatie“ ein spannendes Kulturprojekt vorbereitet.

Seit September 2019 liefen die Vorbereitungen, von Themenfindung bis zur Organisation der Kooperationspartner, Marketingstrategien und Akquirieren der Künstler, sowie deren Betreuung. So lernte auch dieser Jahrgang der angehenden KulturdiplomatInnen die Planung eines reputierlichen Kulturevents. Dieses Jahr sollten das spannende Thema der Pressefreiheit und der Schutz der JournalistInnen im Vordergrund stehen. Gemeinsam mit ungarischen SchauspielerInnen wurde ein Theaterstück in Form einer dreisprachigen – englisch, deutsch und ungarisch – Pressekonferenz geplant.

Das „Intitute of Truth“ hat mithilfe einer Künstlichen Intelligenz namens „Justitia“ die Antwort auf die allumfassende Frage nach der Wahrheit gefunden, die allerdings doch autonomer zu sein scheint als der angereiste ausländische Institutsleiter George Axe zunächst gedacht hatte. So eskaliert die Situation nach anfänglichen Begrüßungsritualen und Vorstellung der KI recht schnell.

Pünktlich zum Semesterbeginn und nach der Rückkehr aller KuDis vom Pflichtpraktikum im Ausland, begann im Februar die heiße Phase der Vorbereitungen. Beim letzten physischen Treffen Anfang März scherzten die meisten noch, dass das Covid-19-Virus die geplante Veranstaltung platzen lassen könnte, doch bereits eine Woche später, drohte daraus ernst zu werden. Mit ein bisschen Kreativität, technisch versierten Studierenden und noch mehr Engagement konnte das Projekt letztendlich als Onlineveranstaltung umgesetzt werden. In wöchentlichen Sitzungen auf Google Meet wurde es trotz kilometerweiter Distanzen zwischen Ungarn, Österreich und Deutschland organisiert. Als Zeichen der Solidarität zu den SchauspielerInnen während der Coronakrise und auch zur unabhängigen Theaterszene in Ungarn sollte das Projekt in jedem Fall realisiert werden.

Auf Facebook präsentierte sich das „Institute of Truth“ seit Anfang Mai und schaffte es, innerhalb kürzester Zeit 333 FollowerInnen zu begeistern, sowie während des Livestreams 92 ZuschauerInnen vor den Bildschirm zu locken. Das Stück wurde auf dem TRIP Hajó Budapest unter allen nötigen Sicherheitsvorkehrungen aufgenommen.

Wer die dystopische Performance verpasst hat, hat die Chance sie am 15. September live im Spiegelsaal der Universität anzusehen.

Bis dahin sei so viel verraten: Die Wahrheit kommt immer ans Licht.

Felicitas KAHLES

Etelka Kovács (Emina Messaoudi), Csaba Szabó (András Kazári), George Axe (László Hevesi) und Zsolt Vitézy (Sándor Koroknai) (v.l.n.r.) stoßen auf das neugegründete Institut an (Foto: Ádám Kuttner)

 

 

 

 

 

Der ausländische Institutsleiter George Axe stellt die künstliche Intelligenz „Justitia“ vor (Foto: Ádám Kuttner)

 

 

 

 

 

 

Das Logo des „Institute of Truth“ nach der Idee von Jacob Bleistein entworfen von Éva Szalay

 

 

 

 

 

 

Per Kommentarfunktion konnten die ZuschauerInnen Fragen stellen, die im Anschluss beantwortet worden sind (Foto: Ádám Kuttner)

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