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Call for Papers zur Doktorandenkonferenz: Gegenwärtige Entwicklungen und Herausforderungen in der EU – Die Rolle von Institutionen
Doktorschule
Call for Papers: 2. Interdisziplinäre Doktorandenkonferenz an der Andrássy Universität Budapest

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Hintergrund der Konferenz

Die Europäische Union sieht sich zahlreichen Herausforderungen ausgesetzt. Durch den Austritt des Vereinigten Königreiches zum 31.01.2020 verkleinerte sich die europäische Gemeinschaft auf 27 Mitglieder. Wie sich das Verhältnis der EU zu Großbritannien in Zukunft gestaltet und welche (Langzeit-) Folgen sich aus dem Austritt ergeben, ist weiter ungeklärt. Aktuelle Thematiken wie die Migration, insbesondere aus dem Nahen Osten und Afrika oder der Klimawandel, sorgen für zahlreiche Debatten und komplexe sozioökonomische Fragestellungen. Die seit Anfang 2020 grassierende COVID-19-Pandemie löst weitere ökonomische und gesellschaftliche Hindernisse aus, deren Ausmaße sich bislang nur erahnen lassen.

All diese akuten Problemstellungen treten vor dem Hintergrund einer regional in hohem Maße diversen EU auf, die durch zahlreiche Altlasten beeinträchtigt ist: Bedingt durch ihre Geschichte im Sozialismus befinden sich die Mittel- und Osteuropäischen Staaten noch immer in einem nicht abgeschlossenen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Transformationsprozess. Die Finanzkrise und die darauffolgende Eurokrise lösten wirtschaftliche und gesellschaftliche Verwerfungen aus, deren negativen Auswirkungen nach wie vor präsent sind. Sie begründen die regional teilweise hohen Jugendarbeitslosigkeiten, hohen Staatsschuldenstände und die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank. Zudem intensivierten die während der Finanzkrise begangenen Verfehlungen die ethische Debatte hinsichtlich der allgemeinen Art und Weise wirtschaftlichen Handelns.

Beispielhaft angeführt bedingen diese historischen Faktoren große regionale, wirtschaftliche und soziale Ungleichheiten innerhalb der EU und hemmen potentielle Konvergenzen. Entsprechend ist ein Verständnis für historische Entwicklungen von hoher Bedeutung, um gegenwärtige Problemstellungen bewältigen zu können.

Megatrends, z.B. die Urbanisierung und Überalterung der Gesellschaft, stellen zusätzliche Herausforderungen dar, die sich unter anderem auf Renten- und Gesundheitssysteme auswirken und zu zahlreichen Wechselwirkungen mit weiteren Problemfeldern führen. Für alle Problemfelder ist besonders von Bedeutung, wie verschiedene gesellschaftliche Ebenen miteinander interagieren und welche formellen und informellen Normen und Gesetze Einfluss auf das menschliche Handeln haben.

Nach dem Ökonomie-Nobelpreisträger von 1993, Douglas C. North, sind Institutionen von Menschen gemachte Regeln und Gesetze, die politische, ökonomische und soziale Interaktionen innerhalb von Gesellschaften beschränken. Das Konzept der Institutionen eignet sich in hohem Maße, um verschiedene innovative Ansätze zur Problemlösung oben genannter Fragestellungen zu diskutieren, wodurch der Bau einer Brücke zwischen verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen ermöglicht wird.

Entsprechend verfolgt die Konferenz einen interdisziplinären Ansatz, um durch die Zusammenführung verschiedener Blickwinkel neue Ideen für gegenwärtig komplexe Fragestellungen zu finden.

Für diesen bewusst weitgespannten Rahmen sind interdisziplinäre Beiträge von Nachwuchswissenschaftlern willkommen, die sich den aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen der EU aus wirtschaftswissenschaftlicher, geschichtswissenschaftlicher, politikwissenschaftlicher oder rechtswissenschaftlicher Perspektive annähern. Darüber hinaus sind Wissenschaftlicher weiterer Disziplinen herzlich dazu eingeladen, thematisch passende Ansätze und Forschungsergebnisse in Form von Beiträgen einzureichen.

Beiträge können sich an den folgenden exemplarischen Themenbereichen orientieren:

  • Weiterentwicklung europäischer Verwaltungsstrukturen
  • Kooperationsmöglichkeiten in Bereichen wie:

Außenpolitik, Besteuerung, Gesundheit, Militär, Produktion, Umweltschutz, etc.

  • Konvergenz und regionale Entwicklung
  • Reformmöglichkeiten der EU-Landwirtschaft
  • Auswirkungen der Megatrends Urbanisierung und demographischer Wandel auf z.B.    Renten-, Gesundheits-, Banken-, Besteuerungs- und Verwaltungssysteme
  • Einflussnahme globaler Handelstrends auf die Wirtschaft und Infrastruktur einzelner EU – Mitgliedstaaten
  • Historische Entwicklung europäischer Institutionen
  • Herausforderungen unternehmerischer und gesellschaftlicher Verantwortung
  • Stärkung inner-europäischer Werte im Spannungsfeld unterschiedlicher Gesellschafts- und Wirtschaftssysteme

Vorträge

Die Vorträge sollten eine Länge von ca. 25 Minuten haben, gefolgt von einer 15-minütigen Diskussion. Die dem Vortrag zugrunde liegende Einreichung darf noch nicht veröffentlicht sein. Beiträge bitten wir an phdconference@andrassyuni.hu zu senden mit den folgenden Angaben bzw. Dokumenten:

  • Autorenangaben (Name, Anschrift und E-Mail-Adresse)
  • erweiterter wissenschaftlicher Abstract (500 - 700 Wörter)
  • bei Annahme des Beitrags Einreichung des vollständigen Papers (ca. 15 - 20 Seiten)

Der erweiterte Abstract und das Paper können in deutscher oder englischer Sprache verfasst sein. Die Sprache des Beitrags bestimmt die Sprache des Vortrags auf der Konferenz. Es ist geplant, eingereichte Beiträge nach einem erfolgreichen Peer Review Prozess zu veröffentlichen.

Tagungsort

Die Veranstaltung findet in den Räumlichkeiten der Andrássy Universität Budapest statt. Sollte dies aufgrund der COVID-19-Situation nicht möglich sein, findet die Konferenz online statt.

Organisation

Die Leitung der Konferenz liegt bei einer Gruppe von Wissenschaftlerinnen der interdisziplinären Doktorschule der Andrássy Universität Budapest. Diese entscheiden über die Beitragsannahme.

Teilnahmegebühr

Für die Teilnahme fallen Gebühren i.H.v. 80€ an. Es können keine Hotel- und Reisekosten übernommen werden. Bei Anfrage sind wir Ihnen gerne bei der Suche nach einer Unterkunft behilflich.

Die Teilnahmegebühr ist auf folgendes Konto zu überweisen:

Name:                             Andrássy Universität Budapest

IBAN:                               HU89 1030 0002 5080 1163 2630 4889

SWIFT/BIC:                     MKKBHUHB

Verwendungszweck:    Doktorandenkonferenz 2020 – „Vor- und Nachname“

Termine

31.08.2020 Deadline für die Einreichung der Extended Abstracts

30.09.2020 Benachrichtigung über die Annahme bzw. Ablehnung der Beiträge

10.10.2020 Deadline zur verbindlichen Registrierung durch Überweisung der Teilnahmegebühr

31.10.2020 Einreichung der vollständigen wissenschaftlichen Beiträge

11.01.2021 Einreichung der überarbeiteten Artikel für den Tagungsband

Kontakt

E-Mail: phdconference@andrassyuni.hu

 

Current developments and challenges in the EU – The role of institutions

2nd Interdisciplinary Graduate Conference at the Andrássy University Budapest

20 – 21 November 2020

CALL FOR PAPERS

Background of the conference

The European Union faces many challenges. With the withdrawal of the United Kingdom on 31.01.2020, the European Community was reduced to 27 members. How the relationship between the EU and Great Britain will be shaped in the future, and which (long-term) consequences resulting from the resignation, remains unexplained. Current topics such as migration, especially from the Middle East and Africa or climate change, give rise to numerous debates and complex socio-economic issues. The COVID-19 pandemic, which has been raging since the beginning of 2020, is triggering further economic and social obstacles, the extent of which cannot yet be estimated.

All these present problems are occurring against the background of a regionally highly diverse EU, which is affected by numerous legacy problems: Due to their history under socialism, the Central and Eastern European states are still in an unfinished social and economic transformation process. The financial crisis and the ensuing euro crisis triggered economic and social upheavals, the negative effects of which are still present. They are the reason for the regionally partially high youth unemployment, high national debt levels and the low-interest rate policy of the European Central Bank. In addition, the misdemeanours committed during the financial crisis intensified the ethical debate regarding the general way in which economic and social policy is conducted.

As an example, these historical factors create significant regional, economic and social disparities within the EU and inhibit potential convergence. Therefore, an understanding of historical developments is of great importance to cope with current problems.

Megatrends, e.g. urbanisation and an ageing society, represent additional challenges affecting, amongst others, pension and health systems and lead to numerous interactions with other problem areas.Of particular importance for all problem areas is how different social levels interact and which formal and informal norms and laws influence human activity.

According to the 1993 Nobel economics laureate Douglas C. North, institutions are man-made rules and laws, which limit political, economic and social interactions within societies. Correspondingly, the conference pursues an interdisciplinaryapproach to connect researchers of different scientific disciplines to find new ideas for current complex issues by bringing together different perspectives.

For this deliberately broad framework, interdisciplinary contributions by young researchers who approach current developments and challenges of the EU from an economic, historical, political or legal perspective are welcome. Besides, academics from other disciplines are invited to submit thematically appropriate approaches and research results in the form of contributions.

Contributions can be based on the following exemplary subject areas:

  • Further development of European administrative structures
  • Opportunities for cooperation in areas such as foreign policy, taxation, health, military, manufacturing, environmental protection, etc.
  • Convergence and regional development
  • Reform options for EU agriculture
  • Effects of the megatrends urbanisation and demographic change on e.g. pension, health, banking, taxation and administrative systems
  • Influence of global trade trends on the economy and infrastructure of individual EU - Member States
  • Historical development of European institutions
  • Challenges of corporate and social responsibility
  • Strengthening inner-European values in the area of conflict between different social and economic systems

Lectures

The lectures should be about 25 minutes long, followed by a 15-minute discussion. The submission on which the lecture is based must not yet have been published. Please send contributions to phdconference@andrassyuni.hu with the following information or documents:

  • Author information (name, address and e-mail address)
  • extended scientific abstract (500 - 700 words)
  • if the contribution is accepted, submission of the complete paper (approx. 15 - 20 pages)

The extended abstract and paper can be written in German or English. The language of the paper determines the language of the presentation at the conference. It is intended to publish submitted contributions after a successful peer-review process.

Conference site

The event takes place in the premises of the Andrássy University of Budapest. Should this not be possible due to the COVID-19 situation, the conference will be held online.

Organization

The conference is chaired by a group of scientists from the interdisciplinary Doctoral School of the Andrássy University of Budapest. They decide on acceptance of contribution.

Registration fee

The registration fee is €80. No hotel and travel expenses can be taken. On request, we will be happy to help you to find accommodation.

Please transfer the registration fee to following bank account:

Name:                  Andrássy Universität Budapest

IBAN:                    HU89 1030 0002 5080 1163 2630 4889

SWIFT/BIC:          MKKBHUHB

Purpose:             Doktorandenkonferenz 2020 – „First name and surname“

Dates

31.08.2020 Deadline for extended abstract submission

30.09.2020 Notification of acceptance or rejection of contributions

10.10.2020 Obligatory registration by transfer of the registration fee

31.10.2020 Submission of the complete scientific contributions

11.01.2021 Submission of the revised articles for the conference proceedings

Contact

E-mail: phdconference@andrassyuni.hu

Dokumente - Andrássy Universität Budapest
Ort - Andrássy Universität Budapest
2020-9 Oktober 2020 2020-11
 
 
 
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