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Allgemeine Informationen zum LL.M.-Studium

Das LL.M.-Programm „Vergleichende Staats- und Rechtswissenschaft“ gehört zu den bislang erfolgreichsten Studienangeboten der Andrássy Universität Budapest, dies belegen ca. 120 Absolventen aus 14 Staaten und eine sehr geringe Abbrecherquote (weniger als 10 Studenten in 10 Jahren).

In inhaltlicher Hinsicht beruht das Studium auf einem „Drei-Säulen-Modell“: Erstens will es vertiefte Kenntnisse des Europarechts in dessen ganzen Breite vermitteln und in wichtige Bereiche des internationalen Rechts einführen. Zweitens sollen die Studierenden über die Rechtsvergleichung an andere Rechtsordnungen herangeführt werden – der Schwerpunkt liegt insoweit auf dem Beitrittsraum und bei der Umsetzung gemeinschaftsrechtlicher Vorgaben. Drittens ist das Studienprogramm interdisziplinär ausgelegt, wobei es neben der Rechtswissenschaft vor allem um die politikwissenschaftliche Analyse der zunehmenden politischen und rechtlichen Integration der EU-Mitgliedstaaten geht; den Teilnehmern ist es aber auch möglich, hier einen persönlichen Schwerpunkt bei der Kultur-, Geschichts- und Wirtschaftswissenschaft zu setzen.

Das Programm legt gleichermaßen Wert auf wissenschaftliche Fundierung wie auf Praxisrelevanz und Aktualität. Es zielt auf die Ausbildung von europäisch geprägten Juristen, die in Anwaltschaft, in der Wirtschaft oder aber in der öffentlichen Verwaltung ein entsprechendes Betätigungsfeld für sich finden können. Der Blick auf die Absolventen bestätigt, dass dieses Konzept erfolgreich ist: Viele Absolventen sind heute für grenzüberschreitend agierende Anwaltskanzleien und Unternehmen tätig, andere arbeiten in mitgliedsstaatlichen, europäischen und internationalen Behörden, mindestens ein Viertel von ihnen hat hierbei den Sprung in eine andere Rechtsordnung gewagt. Das Studium befähigt und motiviert zudem zur wissenschaftlichen Arbeit – ca. 30 % der Absolventen haben bislang ein Promotionsprojekt in Angriff genommen, eine erfreuliche Anzahl von ihnen auch bereits erfolgreich abgeschlossen.

Der LL.M.-Studiengang eröffnet den Teilnehmern die Möglichkeit, sich aus einem breiten Fächerangebot, ein individuelles Programm zusammenzustellen, wobei lediglich zwei Punkte zu beachten sind: Wenigstens zwei Drittel der benötigten Kreditpunkte sind in juristischen Lehrveranstaltungen zu erwerben, zudem muss jeder Studierende mindestens zwei politikwissenschaftliche Kurse erfolgreich besucht haben. Alternativ können die Teilnehmer ihr LL.M.-Studium aber auch in einer der beiden Spezialisierungsrichtungen „Internationales Unternehmensrecht: Schwerpunkt Ostmitteleuropa“ und „Internationale und Europäische Verwaltung“ absolvieren. Hierbei handelt es sich um modularisierte Studienangebote mit klarem Profil, die den Studierenden die Möglichkeit eröffnen, ihrem Studium einen deutlichen unternehmensrechtlichen oder einen staats- und verwaltungsrechtlichen Schwerpunkt zu geben. Weitere Informationen zu den Spezialisierungsrichtungen finden Sie unter „Spezialisierung Unternehmensrecht“ und „Spezialisierung Verwaltung“.

Das Studium kann wahlweise in einem einjährigen Intensiv-Kurs oder im Rahmen eines Zweijahresprogramms absolviert werden. Der Intensiv-Kurs steht Bewerbern offen, die Interesse an einem konzentrierten Studienablauf haben und sich ausschließlich ihrem Studium widmen können. Das Studium beginnt im Wintersemester jeweils Anfang September und im Sommersemester Mitte Februar. Allen Teilnehmern, die ihre Magisterarbeit bis Ende Mai des folgenden Jahres eingereicht und sämtliche Leistungsanforderungen erfolgreich bewältigt haben, garantiert die Fakultät einen Abschluss des gesamten Verfahrens bis Ende Juni, also innerhalb von nur 10 Monaten. Ein solcher Studienplan ist zweifellos sehr anspruchsvoll, konnte aber bereits von einer ganzen Reihe von Absolventen realisiert werden. Es ist jedoch auch möglich, die Magisterarbeit erst nach der Bewältigung des normalen Studienbetriebes anzufertigen.

Das Zweijahresprogramm bietet berufstätigen Interessenten aus dem Großraum Budapest eine Möglichkeit, ihr LL.M.-Studium berufsbegleitend zu absolvieren, wobei auch mit Hilfe eines individuellen Studienplans der Ablauf des Studiums an die konkreten persönlichen Bedingungen angepasst werden kann. Zudem empfiehlt sich die Wahl des Zweijahresprogramms für Teilnehmer, die verstärkt interdisziplinär studieren möchten und deshalb möglichst viele Lehrveranstaltungen anderer Fakultäten der AUB besuchen, eventuell sogar ein Doppelstudium absolvieren wollen. Im Rahmen des Intensiv-Kurses stehen hierfür nur geringe Freiräume zur Verfügung. Es ist jederzeit möglich vom einjährigen Intensiv-Kurs in das Zweijahresprogramm zu wechseln.

Den Abschluss des LL.M.-Studiums bildet jeweils die Anfertigung und Verteidigung einer Magisterarbeit mit einem Umfang von ca. 40 - 50 Seiten zu einem selbst gewählten Thema. Neben dem Studienprogramm ist die Belegung wenigstens einer Fremdsprache verpflichtend. Die Sprachkurse werden zentral von der Universität angeboten.

Die Antworten auf die häufigsten Fragen finden sich bei FAQs.
 

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