Promotionsstudium

Doktorandinnen im GesprächDie Promotion gestaltet sich in Ungarn anders als in den meisten anderen europäischen Staaten. Voraussetzung für das Erlangen des Doktortitels ist nicht nur eine Dissertation und eine Prüfung, sondern zusätzlich ein mindestens sechssemestriges Studium an einer so genannten Doktorschule (Ph.D.-Programm). 
 
Während des sechssemestrigen Studiums in der Interdisziplinären Doktorschule der Andrássy Gyula Deutschsprachigen Universität Budapest müssen mindestens 180 ECTS erworben werden. Die Veranstaltungen der Doktorschule werden in deutscher Sprache abgehalten.
 
Das PhD-Studium ist zwar eine Präsenzstudium, Seminarbesuch ist jedoch nur für die ersten drei Semester vorgesehen. Die Lehrveranstaltungen finden in Form von Blockseminaren (Dauer eineinhalb Tage) statt, so dass das Studium auch mit dem Beruf vereinbar ist. In der zweiten Hälfte des Studiums sollen sich Studierende intensiv der Forschung widmen: Kreditpunkte werden durch Fortschritte der Dissertation, Publikationen, Mitwirkung an Lehre und Konferenzteilnahme erworben.
 
Nach Erfüllung aller Studienanforderungen können die Studierenden die Eröffnung des Promotionsverfahrens beantragen. Gleichzeitig mit der Anmeldung zum Promotionsverfahren erfolgt die Einreichung der Dissertation. Die Einreichung kann auch zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen, jedoch maximal zwei Jahre nach Beginn des Verfahrens. Das Thema der Dissertation wird schon bei der Aufnahmeprüfung festgelegt. Ein/e Professorin übernimmt - mit Genehmigung des Doktorenrates - die Betreuung der Dissertation. Die DoktorandInnen arbeiten während ihres Studiums an der Doktorschule laufend an ihrer Dissertation. 
 
Ein Teil des Promotionsverfahrens ist das Rigorosum. Dieses ist eine aus einem Haupt- und aus zwei Nebenfächern bestehende, zusammenfassende öffentliche Übersichtsprüfung, die vor einem mindestens dreiköpfigen Ausschuss öffentlich absolviert werden muss. 
 
Nach dem erfolgreichen Rigorosum kann die Disputation stattfinden. Voraussetzung dafür ist, dass beide Gutachter, die vom Doktorenrat beauftragt werden, die Dissertation annehmen. Die Verteidigung der Dissertation erfolgt öffentlich, vor einem Promotionsausschuss. 
 
Jene DoktorkandidatInnen, die das Promotionsverfahren erfolgreich absolviert haben, werden im Rahmen einer öffentlichen Festsitzung des Universitätssenats zum Doktor promoviert. Mit dem Empfang der Urkunde erhalten sie das Recht, den einheitlichen ungarischen Doktortitel (Ph.D.) zu führen. Damit ist das Promotionsverfahren beendet. In Ungarn besteht keine Publikationspflicht.

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