Forschung

Forschung von Prof. Dr. Martina Eckardt


Forschungsschwerpunkte


Im Mittelpunkt steht die Frage nach den Bedingungen und Mechanismen, unter denen reale wirtschaftliche und wirtschafts- und sozialpolitische Prozesse ablaufen. Um diese zu analysieren, bedarf es eines theoretischen Ansatzes wie der Evolutionsökonomik, die die endogene Generierung von Innovationen und ihrer Diffusion erfassen können.  Da es sich bei der Evolutionsökonomik noch um kein abgeschlossenes Forschungsparadigma handelt, bedient sie sich einer Vielzahl unterschiedlicher Ansätze, die sich unterschiedlich gut für die jeweils behandelten wirtschaftlichen Problemstellungen eignen.  Die Schwerpunkte meiner Forschungsaktivitäten liegen im Bereich der Analyse des Rechtswandels, der Bedeutung des Systemwettbewerbs für die Generierung und Diffusion innovativer Politiken und der besonderen Herausforderungen kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) im zunehmend globalisierten Wettbewerb.

Positive ökonomische Theorie des Rechtswandels durch Gesetzgebung und Rechtsprechung 

Problemstellung:

Positive ökonomische Analyse der Entwicklung formaler Institutionen, insbesondere des Rechtssystem (Gesetzesrecht und Richterrecht)

Fallbeispiel:

  • Entwicklung des deutschen Schadensrechts zur Internalisierung von mit neuen Technologien verbundenen negativen Externalitäten
  • Break-outs aus institutionellen Lock-ins
  • Die deutsche Schuldenbremse

Theoretische Basis:

Evolutorische Ökonomik, Institutionenökonomik, Neue Politische Ökonomie, Ökonomische Analyse des Rechts

Wettbewerb und Kooperation in föderalen politischen Systemen am Beispiel der Europäischen Union 

Problemstellung:

Kompetenzverteilung zwischen zentraler EU-Ebene und Mitgliedstaaten zur Schaffung Erzeugung und Verbreitung von Politikinnovationen im Bereich der Wirtschafts- und Sozialpolitik

Untersuchte Politik-bereiche:

  • Die Offene Methode der Koordinierung der EU
  • Systemwettbewerb zwischen den Gesundheitssystemen der EU

Theoretische Basis:

Evolutorische Ökonomik, Föderalismustheorie, Systemwettbewerb, Regulierungswettbewerb, Public Choice

Kleine und Mittlere Unternehmen (KMUs) im internationalen Wettbewerb (Finanzierung, Internationalisierung, Besonderheiten transnationaler KMUs) 

Problemstellung:

Analyse der spezifischen Probleme und Lösungsmöglichkeiten bei der Finanzierung und im internationalen Wettbewerb von KMUs, die das Rückgrat dynamischer Wirtschaftsentwicklung bilden.

Untersuchte Gebiete:

  • Finanzierung von KMU vor dem Hintergrund des demographischen Wandels
  • Internationalisierungsstrategien von KMUs
  • Besonderheiten transnationaler KMUs am Beispiel des Donauraums

Theoretische Basis:

Evolutorische Ökonomik, Dynamische Markttheorie, Methoden der empirischen Wirtschaftsforschung

 


Forschungsprojekte


Innovationen, Investitionen und Finanzierung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Mittel- und Osteuropa

Teilprojekte:

Internationalisierungsstrategien von KMU im internationalen Wettbewerb

Finanzierung von KMU in Mittel- und Osteuropa

Die Förderung von KMU im Rahmen der Donauraumstrategie

Innovationsförderung durch den Dritten Sektor

Demographischer Wandel, Arbeitsmarkt und Migration in Transformationsökonomien

Mitwirkende und Kooperationspartner:

Prof. Dr. Martina Eckardt, Andrássy Universität Budapest

Prof. Dr. Stefan Okruch, Andrássy Universität Budapest

Prof. Dr. Doris Neuberger, Universität Rostock

Prof. Dr. Werner Smolny, Universität Ulm

Prof. Dr. Christopher Stehr, German Graduate School of Management, Heilbronn

Dr. Solvig Räthke-Döppner, Universität Rostock

Jennifer Horváth, Andrássy Universität Budapest

Alexander Mingst, Wirtschaftsuniversität Wien

Inghild Rumpf, Wirtschaftskammer Österreich/ Österreichische Botschaft Budapest

Nina Kandler-Schmidt, Andrássy Universität Budapest/ Audi AG Ingolstadt

Andreas Seibold, Andrássy Universität Budapest

Inhalt:

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind ganz wesentlich an der Entwicklung von Innovationen und an der Schaffung neuer Arbeitsplätze beteiligt. Damit nehmen sie einen zentralen Stellenwert für die wirtschaftliche Entwicklung einer Volkswirtschaft ein. Zudem prägt das Engagnement von deutschen und österreichischen KMU stark die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Österreich auf der einen und den mittel- und osteuropäischen Staaten auf der anderen Seite. Dies greift auch die neue Donauraumstrategie der Europäischen Union auf.

Dieser Forschungsschwerpunkt analysiert die Internationalisierungsstrategien von KMU und untersucht die Bedingungen für Innovationen und Investitionen von KMU in Mittel- und Osteuropa. Dabei werden auch Möglichkeiten und Herausforderungen der Innovationsförderung durch Organisationen des Dritten Sektors (insbesondere Kammern) analysiert. Vor dem Hintergrund der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise liegt ein weiteres Hauptaugenmerk auf den Finanzierungsbedingungen dieser Unternehmen. Einen zentralen Fokus enthält auch die neue Donauraumstrategie mit ihren Konsequenzen für die Förderung von KMU in der Donauregion. Ein Teilprojekt untersucht zudem die speziellen Auswirkungen des demographischen Wandels auf die KMU der durch den Strukturwandel geprägten Transformationsökonomien. Vor diesem Hintergrund werden etwa die Folgen der Migration von fachkräften für den Arbeitsmarkt und speziell für Existenzgründungen innerhalb der Donauregion analysiert.

Ausführliche Informationen zu Publikationen, Vorträgen etc. finden Sie hier.


Wettbewerb und Kooperation in föderalen politischen Systemen am Beispiel der Europäischen Union

Teilprojekte:

Von der Koordinierung zur Zentralisierung? - Die Entwicklung innovativer Politikverfahren in der EU

Die offene Methode der Koordinierung in der EU

Mitwirkende und Kooperationspartner:

Prof. Dr. Martina Eckardt, Andrássy Universität Budapest

Prof. Dr. Wolfgang Kerber, Universität Marburg

Prof. Dr. Stefan Okruch, Andrássy Universität Budapest

Dr. Werner Ebert, Bundesministerium der Finanzen, Berlin

Inhalt:

In zentralen Bereichen der Wirtschafts- und Sozialpolitik sowie der Fiskalpolitik ist die zweckmäßige Kompetenzverteilung zwischen zentraler EU-Ebene und Mitgliedstaaten noch immer im Fluss. Dieser Forschungsschwerpunkt hat daher im Kern die Entwicklung und Bewertung von Verfahren der Politikkoordination (modes of governance) zum Gegenstand. Im Zentrum steht die Offene Methode der Koordinierung, die in verschiedenen Politikfeldern auf ihren Beitrag zur Schaffung innovativer Politiken hin untersucht wird.

Ausführliche Informationen zu Publikationen, Vorträgen etc. finden Sie hier.


Auswirkungen des Systemwettbewerbs auf die Gesundheitssysteme der Europäischen Union

Mitwirkende und Kooperationspartner:
Prof. Dr. Martina Eckardt, AUB
Prof. Dr. Stefan Okruch, AUB
Andreas Klar, AUB/ Universität Bayreuth

Techniker Krankenkasse, Hamburg

Campus Akademie / Universität Bayreuth

Inhalt:
Die ehemals rein nationalen Gesundheitssysteme in der EU öffnen sich zunehmend füreinander. In diesem Forschungsprojekt werden aus verschiedenen Perspektiven die Konsequenzen untersucht, die sich aus dem Wettbewerb zwischen den unterschiedlich gestalteten nationalen Gesundheitssystemen ergeben.

Ausführliche Informationen zu Publikationen, Vorträgen etc. finden Sie hier.

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